Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Meinung

Urlaubermassen an Mallorcas "Instagram-Bucht": Im Caló des Moro wurde viel zu lange zugeschaut

Die deutschen Eigentümer des Grundstücks am Caló des Moro wurden jahrelang alleine gelassen mit dem Problem. Kein Wunder, dass sie inzwischen auf 180 sind. Die Behörden müssen endlich etwas tun, findet Johannes Krayer

So wie hier im Sommer 2025 sieht es bisweilen am Caló des Moro aus.

So wie hier im Sommer 2025 sieht es bisweilen am Caló des Moro aus. / Markus Puchta

Wer einmal mit Hans-Peter Oehm durch sein Grundstück am Caló des Moro gestreift ist, der kann seinen manchmal etwas aufbrausenden Ton nachvollziehen. Das paradiesische Fleckchen Erde, auf dem sich die Familie aus Nordrhein-Westfalen vor fast 30 Jahren angesiedelt hat, krümmt sich geradezu unter der Last der Tausenden von Badegästen und Selfie-Süchtigen, die tagein, tagaus durch die von den Oehms aufgeforstete Landschaft trampeln und ihren Unrat hinterlassen.

Zumindest im Sommer findet die Familie täglich auf ihrem Grundstück die Hinterlassenschaften der Besucher. Oder um es deutlicher zu sagen: Täglich kackt den Oehms jemand in den Garten. Meistens nicht nur einmal. Oder wirft benutzte Tampons in die Beete. Oder legt leere Plastikflaschen oder gleich ganze Mülltüten an den Weg. Neben all die anderen, die da eh schon liegen. Und nahezu täglich machen die Oehms danach wieder sauber.

Politik duckt sich weg

Auch diese Funde macht die Eigentümerfamilie im Sommer quasi täglich in ihrem Grundstück.

Auch diese Funde macht die Eigentümerfamilie im Sommer quasi täglich in ihrem Grundstück. / Nele Bendgens

Nein, man kann es der Familie wirklich nicht verübeln, dass sie die Schnauze voll hat und nun durchgreifen will. Und es ist im Grunde eine Schande, dass sie über Jahre keine Unterstützung von den Behörden bekommen hat. Viel zu lange haben die Verantwortlichen sich weggeduckt und die Anwohner der Bucht alleine gelassen mit dem Problem.

Einem Problem, das geradezu nach einer Regulierung schreit. Genau wie viele andere Orte auf Mallorca. Und selbst wenn die Oehms irgendwann ihr Grundstück umzäunen dürfen – der Massenauflauf dürfte dadurch nicht verschwinden. Die Politik muss endlich in die Gänge kommen, soll dieser kleine Garten Eden bewahrt werden.

Spanische Übersetzung

Quien haya paseado alguna vez con Hans-Peter Oehm por su finca en el Caló des Moro puede entender su tono a veces un tanto bronco. Ese rincón paradisíaco de tierra, donde la familia procedente de Renania del Norte-Westfalia se instaló hace casi 30 años, parece retorcerse bajo el peso de los miles de bañistas y adictos a los selfis que, día tras día, pisotean el paisaje que los Oehm han reforestado, y que dejan su basura.

Cada día la familia encuentra en su propiedad los „recuerdos“ de los visitantes. O, dicho más claramente: cada día alguien les caga en el jardín. Por lo general, no solo una vez. O tiran tampones usados a los parterres. O dejan botellas de plástico vacías, o directamente bolsas enteras de basura, junto al camino. Encima o al lado de todas las demás que ya hay allí.

No, de verdad que no se puede reprochar a la familia que esté hasta la coronilla y quiera actuar con mano dura. Y, en el fondo, es una vergüenza que no haya recibido apoyo de las autoridades en todos estos años. Durante demasiado tiempo los responsables se han escondido, dejando solos a los vecinos de la cala con su problema.

Un problema que clama a gritos por una regulación. Igual que tantos otros lugares de Mallorca. Incluso si a los Oehm algún día se les permita vallar su finca, la avalancha de gente difícilmente desaparecerá por ello. La política tiene que ponerse por fin las pilas, si de verdad se quiere preservar este pequeño jardín del Edén.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents