Meinung | Kommentar
Rätselraten auf Mallorca: Haben die Politiker etwa Angst, in Sachen Tourismus Entscheidungen zu treffen?
Ausgerechnet die Konservativen, die sich immer die alleinige Tourismuskompetenz ans Revers geheftet haben, wollen sich plötzlich nicht die Finger schmutzig machen, staunt Patrick Schirmer Sastre

Marga Prohens gibt sich gerne als Entscheiderin. Aber in Sachen Politik zögert auch sie. / B. Arzayus
Es ist ein Verdacht, der sich in zweieinhalb Jahren Legislaturperiode langsam aufgebaut hat. Aber jetzt sind wir an dem Punkt, an dem man die Frage stellen kann: Hat die PP Angst vor dem Tourismus? Ausgerechnet die Konservativen, die sich seit jeher die alleinige Tourismuskompetenz ans Revers geheftet haben?
Da ist etwa die Balearen-Regierung. Wie häufig hat Marga Prohens „mutige Maßnahmen“ versprochen, sogar einst eine Erhöhung der Touristensteuer als „Abschreckungsmaßnahme“ angekündigt. Jetzt ist man an dem Punkt angelangt, an dem man gleichzeitig für und gegen eine Erhöhung der Abgabe ist. Schrödingers ecotasa. Ähnlich beim Inselrat, wo man doch ausgesprochen lange braucht, um das einst als dringend notwendig deklarierte Autolimit endlich zu verabschieden.
Es ist dieselbe Institution, die Ende 2025 bis in die zweite Reihe des Kulturressorts schauen musste, um einen Mann aus den eigenen Reihen zu finden, der das Tourismus-Ressort federführend verantworten will. Und das Rathaus Palma macht ebenfalls fröhlich mit. Erst wurde jahrelang versäumt, die Bewirtschaftung der Playa de Palma neu auszuschreiben. Dann kam die Ausschreibung sehr spät und die Entscheider müssten sich sehr sputen, damit zum Beginn der Saison Sonnenschirme am Strand verfügbar sind.
Es wirkt, als wolle man sich nicht die Finger schmutzig machen. So wie wenn man gar nicht richtig wissen will, wie die leckere Wurst gemacht wird. Aber Vegetarier will man dann auch nicht werden.
Kann man so machen. Regieren ist aber etwas anderes.
Spanische Übersetzung
Es una sospecha que se ha ido formando lentamente a lo largo de dos años y medio de legislatura. Pero ahora hemos llegado al punto en el que se puede plantear la pregunta: ¿tiene el PP miedo del turismo? ¿Precisamente los conservadores, que desde siempre se han colgado la etiqueta de ser los únicos competentes en turismo?
Ahí está, por ejemplo, el Govern . ¿Cuántas veces ha prometido Marga Prohens “medidas valientes”, incluso llegando a anunciar una subida de la tasa turística como “medida disuasoria”? Ahora se ha llegado al punto de estar, a la vez, a favor y en contra de aumentar el gravamen. La “ecotasa de Schrödinger”. Algo parecido ocurre en el Consell, donde se tarda una eternidad en aprobar por fin el límite de coches que en su día se declaró urgentemente necesario. Es la misma institución que a finales de 2025 tuvo que mirar hasta en la segunda fila del departamento de cultura para encontrar a un hombre de los suyos que quisiera asumir, como responsable principal, la cartera de Turismo.
Y también el Ajuntament de Palma participa alegremente: durante años se dejó pasar el tiempo sin volver a licitar la gestión de la Playa de Palma. La licitación llega tarde, y quienes toman las decisiones tendrán que darse mucha prisa para que haya sombrillas disponibles al inicio de la temporada. Da la impresión de que nadie quiere mancharse las manos. Como quien no quiere saber realmente cómo se hace la salchicha. Pero tampoco quiere hacerse vegetariano. Es posible actuar así. Pero gobernar es otra cosa.
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