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Meinung | Kommentar

Mallorca zu Beginn der Urlaubssaison: Die Unsicherheit ist zum Dauerzustand geworden

Die Politik ist entweder unfähig oder unwillens, dingend notwendige und lang versprochene Maßnahmen durchzusetzen. Stattdessen versucht man sich an politischem Gaslighting, meint Patrick Schirmer Sastre

Kurz vor Ostern: So sieht es Ende März am Flughafen Mallorca aus

Sarah López

Mallorca steht vor dem Beginn einer neuen Hochsaison, und mal wieder ist die Unsicherheit maximal, quasi ein Dauerzustand. Von den dringend notwendigen und häufig versprochenen Maßnahmen zur Eindämmung der Überfüllung der Insel und der Verdrängung der Einheimischen ist noch nichts umgesetzt worden. Die Politik ist entweder unfähig oder unwillens, Maßnahmen durchzusetzen. Statt mutige Entscheidungen zu treffen, wird lieber noch eine Studie in Auftrag gegeben. Als ob nicht alle mit eigenen Augen sehen würden, was auf Mallorca passiert. Es grenzt an psychische Manipulation, die einen an der eigenen Wahrnehmung zweifeln lässt: politisches Gaslighting.

Sind mehr Touristen ein Gewinn für die Insel?

Hinzu kommt die durch den Angriffskrieg auf den Iran verursachte Unsicherheit. Alles deutet darauf hin, dass die Insel im Frühjahr als Gewinner aus der Krise gehen könnte. Zumindest, wenn man noch mehr Touristen als Gewinn interpretiert. Die Airlines jedenfalls legen mehr Flüge auf. Und durch die Medien geistern die Gespenster von Dubai-Influencern, die am Ballermann ein akzeptables Äquivalent zum von Sklavenarbeit versüßten Luxusleben im Emirat gefunden haben. Doch das Blatt kann sich wenden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Kerosinpreise in die Höhe schießen. Und dann könnte es doch noch eng werden, zumindest für die kleinen Unternehmer in der Tourismusbranche.

Sicher ist nur wenig in diesem Jahr: Es wird nicht mehr bezahlbaren Wohnraum geben. Die Lebensmittel werden nicht günstiger. Und die Löhne nicht höher. Alles beim Alten. Welcome to Mallorca.

Mallorca encara el inicio de una nueva temporada alta y, una vez más, la incertidumbre es total, casi un estado permanente. De las medidas urgentes y tantas veces prometidas para frenar la masificación de la isla y el desplazamiento de los residentes todavía no se ha materializado ninguna. La política parece incapaz, o simplemente falta de voluntad, para imponer cambios. En vez de tomar decisiones valientes, se opta por encargar otro estudio. Como si no bastara con mirar alrededor para ver lo que está pasando. La sensación roza la manipulación psicológica, esa que lleva a dudar de la propia percepción: gaslighting político.

A esta situación se suma la incertidumbre derivada de la guerra de agresión contra Irán. Todo indica que la isla podría salir beneficiada de la crisis esta primavera. Al menos, si se considera una ventaja la llegada de todavía más turistas. Las aerolíneas, de hecho, ya están aumentando la oferta de vuelos. Y en los medios aparecen esos fantasmas de influencers de Dubái que han encontrado en el Ballermann un sucedáneo aceptable de este lujo del emirato, sostenido por la explotación laboral. Pero el panorama puede cambiar. No se puede descartar una fuerte subida del precio del queroseno. Y entonces la situación podría complicarse, al menos para los pequeños empresarios del sector turístico.

Lo único seguro este año es más bien poco: no habrá más vivienda asequible, los alimentos no serán más baratos y los salarios no subirán. Todo sigue igual. Welcome to Mallorca.

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