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Meinung

Mallorca-Flüge für alle? Warum zuerst die Vielflieger verzichten sollten

Niemand wird freiwillig auf den Luxus des Flugzeuges verzichten. Warum also nicht eine Reisesteuer einführen, überlegt Ralf Petzold

Symbolbild. Ein Flugzeug startet am frühen Morgen vom Flughafen.

Symbolbild. Ein Flugzeug startet am frühen Morgen vom Flughafen. / Christoph Schmidt/dpa/dpa-tmn

Hand aufs Herz: Kaum einer von uns wird auf den jährlichen Flug in den Urlaub verzichten. Natürlich zählt das Fliegen zu den umweltschädlichsten Dingen auf dieser Welt. Deswegen aber für die Mallorca-Reise per Fähre zwei Urlaubstage opfern? Belastet der Mix aus Auto, Zug und Schiff die Umwelt so viel weniger?

Höchstens außerordentliche Ereignisse können die Anzahl an Flügen verringern. Man denke an Corona, als die Flugzeuge gähnend leer waren. Ein möglicher Kerosinmangel hätte wohl ähnliche Konsequenzen. Es mag sein, dass dieses Szenario in Spanien derzeit unwahrscheinlich ist. Auf eine weltweite Pandemie hätte Ende 2019 aber auch niemand gesetzt.

Die Schönen und Reichen lachen uns aus

Doch muss es erst so weit kommen? Vielleicht lässt sich der Flugverkehr von politischer Hand regulieren. Nun soll der normale Erdenbürger nicht auf seinen hart verdienten Urlaub verzichten. Besser wäre es, den Rotstift bei den Vielfliegern anzusetzen. Nicht wenige Deutsche leben auf Mallorca und pendeln in die Heimat. Wenn Insel, dann bitte auch mit ganzem Herzen. Und nicht so eine Hasenfuß-Auswanderung. Zumal es genügend Steuerzahler auf Mallorca gibt, die den Wohnraum dringend nötig hätten.

Oder was ist mit den ganzen Privatjets? Taylor Swift lässt sich zum McDonald’s fliegen. Die Fußballer von Paris Saint-Germain sind sich für eine zweistündige Bahnfahrt zu fein. Hier gilt es, gegenzuhalten. Vielleicht könnte sich das Meilenprogramm abändern lassen. Jeder Mensch hat pro Jahr eine gewisse Anzahl an Flügen über eine bestimmte Distanz frei. Quasi Meilen abbauen, statt sinnlos sammeln. Wird die Grenze überschritten, werden die Passagiere gesperrt oder zahlen unmenschliche Zuschläge. Wenn eine Sache den Touristen wichtiger als der Urlaub ist, dann ist es das Geld.

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