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Meinung | KOMmENTAR

Das Mittelmeer wirkt harmlos – doch vor Mallorca lauern tödliche Gefahren

Vor der Cala Mendia ist ein 63-jähriger Deutscher ertrunken. Der Fall zeigt, wie gefährlich das Meer vor Mallorca sein kann, aber auch, wie wichtig es ist, vor diesen Gefahren zu warnen und Rettungsschwimmer vor Ort zu haben, findet MZ-Redakteurin Sarah López

Die Cala Mendia (Archivbild). An dem Strand kam vergangene Woche ein deutscher Urlaub um.

Die Cala Mendia (Archivbild). An dem Strand kam vergangene Woche ein deutscher Urlaub um. / Simone Werner

Immer wieder kommt es im Meer vor Mallorca zu tragischen Unfällen. Am Freitag ist ein 63-jähriger Deutscher vor der Cala Mendia in der Gemeinde Manacor ertrunken. Viele Badegäste unterschätzen die Kraft des Mittelmeers – vergangenes Jahr kamen 26 Menschen beim Baden auf den Balearen ums Leben.

Auch wenn das Mittelmeer meist ruhig wirkt und das klare Wasser ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittelt: Es ist kein Kinderbecken im Freibad. An einigen Stränden der Insel lauern Unterströmungen, etwa am Strand von Muro. Auch in kleinen Buchten ist Vorsicht geboten: Die Wellen können Badende gegen die Felsen drücken oder zurück ins Meer ziehen. Natürlich ist auch die eigene Vorsicht gefragt: Betrunken, an einem stürmischen Tag oder nachts sollte man nicht im Meer baden.

Fehlende Warnschilder

Doch oft liegt die Verantwortung nicht bei einem selbst. Wie soll man wissen, dass die schöne Bucht eine Todesfalle sein könnte? Schilder, die vor den Gefahren in tückischen Buchten warnen? Häufig Fehlanzeige. Nach zahlreichen Todesfällen wären Warnschilder eine notwendige Schutzmaßnahme. Vergangenen Sommer gab es auch in der Cala Mendia noch keine.

Was an jenem Tag ebenfalls fehlte, waren Rettungsschwimmer. Sie hatten ihren Dienst noch nicht aufgenommen. Die Bedeutung ihrer Arbeit und ihre oft prekären Arbeitsbedingungen werden allzu häufig ignoriert. Dabei ist ihr Einsatz entscheidend, um Menschenleben zu retten. Wer weiß, welches Ende der Vorfall am Freitag genommen hätte, wenn jemand auf dem Turm gesessen hätte.

Übersetzung ins Spanische

Una y otra vez se producen accidentes en el mar mallorquín. El pasado viernes, un alemán de 63 años murió ahogado frente a Cala Mendia, en Manacor. No son pocos quienes subestiman la fuerza del Mediterráneo. En el Mar Balear, el año pasado murieron 26 personas. Aunque el Mediterráneo suele parecer tranquilo y el agua cristalina transmite una falsa sensación de seguridad, no es una piscina infantil. En algunas playas de la isla acechan corrientes submarinas, por ejemplo en la playa de Muro. También conviene tener precaución en las calas pequeñas: las olas pueden empujar a los bañistas contra las rocas o arrastrarlos de vuelta al mar. Por supuesto, también es necesaria la prudencia de cada uno: no se debería bañar en el mar bajo los efectos del alcohol, en un día de temporal o de noche. Pero a menudo la responsabilidad no recae únicamente en uno mismo. ¿Cómo iba a saber yo que esa bonita cala podría convertirse en una trampa mortal? En algunas calas peligrosas faltan señales de advertencia. También en aquella en cuyas aguas falleció el alemán. Tras varios fallecimientos, los carteles serían una medida de protección necesaria. El verano pasado aún no los había. Lo que aquel día también faltaba eran socorristas, que todavía no habían comenzado su servicio. La importancia de su trabajo y sus condiciones laborales, a menudo deficientes, se ignoran con mucha frecuencia. Sin embargo, su labor es decisiva para salvar vidas. Quién sabe qué desenlace habría tenido el incidente del viernes si alguien hubiera estado en la torre.

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