Meinung | Kommentar
Mallorca und die 183-Tage-Regel: Wer die Insel liebt, der zahlt hier auch seine Steuern
Die Trickserei um die Ansässigkeit auf Mallorca zu verheimlichen, offenbart eine zutiefst egoistische Haltung, meint Patrick Schirmer Sastre

Ein Traum für zu viele, als Mallorca vertragen kann - Arbeiten im Homeoffice am Strand. Steuern zahlen muss man aber trotzdem. / Freepik
Es ist bisweilen bizarr, welche Tricks und Finten sich manche Menschen ausdenken, um vor der spanischen Steuerbehörde zu verheimlichen, dass sie auf der Insel leben – oder zumindest auf der sicheren Seite zu sein, wenn sie gefragt werden. Denn Spanien ist auch in steuerlicher Hinsicht ein Rechtsstaat, in dem klare Regeln gelten und in dem eine Steuerbehörde auch zu einer Millionen-Rückzahlung verdonnert wird, wenn sie über die Stränge schlägt. Und Doppelbesteuerung wird durch entsprechende Abkommen vermieden.
Vielmehr darf man davon ausgehen, dass hinter den Tricks eine egoistische Haltung steckt. Man möchte sich der vielen Vorteile Mallorcas, unter anderem eines funktionierenden Rechtsstaats, erfreuen, sich aber nicht über die anfallenden Steuern an der Aufrechterhaltung eben jener Vorteile beteiligen. Das bedeutet natürlich nicht, dass man nicht – wie in jeder anderen Demokratie auch – über die Steuerarten und Beitragssätze oder auch über die Verwendung der Gelder diskutieren und diese infrage stellen kann.
Mangelnde Steuermoral
Aber Steuerbetrug bleibt Steuerbetrug, auch wenn er nicht entdeckt wird. Das Problem ist weniger eine Gesetzeslücke als mangelnde Steuermoral. Die Gesetze sind klar und die Strafen verhältnismäßig. Stattdessen braucht es einen Mentalitätswandel bei allen, die meinen, nur von der Insel zu nehmen, aber nichts geben zu müssen. Und wer lieber in Deutschland Steuern zahlt, sollte es vielleicht lieber bei Mallorca-Urlauben belassen.
A veces resulta incluso grotesco ver qué trucos y artimañas se inventan algunas personas para ocultar ante la Agencia Tributaria española que viven en la isla, o al menos para poder cubrirse las espaldas si se les pregunta. Porque España, también en materia fiscal, es un Estado de derecho en el que existen normas claras y en el que incluso una administración tributaria puede verse obligada a devolver millones si se excede en sus funciones. Y la doble imposición se evita mediante los correspondientes convenios.
Más bien cabe pensar que detrás de esos trucos hay una actitud egoísta. Se pretende disfrutar de las muchas ventajas de Mallorca, entre ellas las de un Estado de derecho que funciona, pero sin contribuir, mediante los impuestos correspondientes, al mantenimiento de esas mismas ventajas. Eso no significa, por supuesto, que no se pueda —como en cualquier otra democracia— debatir y cuestionar los tipos de impuestos, los porcentajes de contribución o el uso que se hace del dinero público.
Pero el fraude fiscal sigue siendo fraude fiscal, aunque no sea descubierto. El problema no es tanto una laguna legal como una falta de moral fiscal. Las leyes son claras y las sanciones, proporcionales. Lo que hace falta, más bien, es un urgente cambio de mentalidad entre todos aquellos que creen que pueden limitarse a aprovecharse de la isla sin aportar nada a cambio. Y quien prefiera pagar impuestos en Alemania, quizás debería limitarse a pasar las vacaciones en Mallorca.
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