Meinung | Kommentar
Mallorca hat keinen Platz für Hobbyfußballer
Auch die Gründung von "Germania Mallorca" wird ein grundsätzliches Problem im Sport auf der Insel nicht lösen, analysiert Ralf Petzold

Amaterufußball auf Mallorca: Zu stark für die meisten Hobbykicker. / Foto: Rotlet Mallorca
Schirifrust hin oder her – Deutschland und Fußball, das passt gerade nicht. Sowohl die Elf von Julian Nagelsmann als auch die deutsche Hobby-Nationalmannschaft auf Mallorca gingen bei der WM ziemlich unter. Vielleicht wäre es besser, wenn es eine Liga gäbe, die unserem Niveau entspricht. Eine Kreisklasse aber gibt es auf Mallorca schon seit Jahren nicht. Zu groß ist das Interesse an der schönsten Nebensache der Welt. Zu stark daher die Konkurrenz, um einen Platz in einem Team zu ergattern. Selbst bei Mallorcas schlechtesten Fußballteams stehen die Leute im Sommer Schlange, um über ein Probetraining einen Platz in einer offiziellen Mannschaft zu ergattern. Dass sich beim „ersten deutschen Verein“ der Insel nun 1.200 Interessenten gefunden haben, geht in die gleiche Richtung – nur eben noch viel extremer.
Natürlich können Hobby-Fußballer mit ein paar Freunden einen Platz mieten und kicken. Das ist aber der Äpfel-und-Birnen-Vergleich. Es ist ein ganz anderes Gefühl, in einem offiziellen Ligaspiel ein Tor zu schießen. Mit einem Schiedsrichter, über den man sich ärgern kann. Es macht mehr Spaß, Torschüsse, Freistöße oder selbst Sprints im Training zu üben, statt immer nur stupide zu bolzen. Deswegen ist es auch schade, dass der balearische Fußballverband das Niveau in den unteren Ligen nun noch einmal anheben will. So bleibt den Hobby-Fußballern selbst bei Germania Mallorca nur die Zuschauerrolle. Und ob die vier Gründer mit ihrem Masterplan nun erfolgreicher sind als Ingo Volckmanns Atlético Baleares, muss sich erst noch herausstellen.
Quejas arbitrales aparte: Alemania y el fútbol no encajan demasiado bien ahora mismo. Tanto el once de Julian Nagelsmann como la selección alemana amateur de Mallorca se hundieron en el Mundial. Quizá haría falta una liga acorde a nuestro nivel. Pero en Mallorca hace años que no existe una categoría de barrio. El interés por la cosa secundaria más bella del mundo es demasiado grande. Y la competencia, por tanto, demasiado fuerte para lograr un sitio en un equipo. Incluso en los peores clubes de Mallorca, la gente hace cola en verano para ganarse una plaza en una plantilla oficial con un entrenamiento de prueba. Que el “primer club alemán” de la isla haya reunido ahora a 1.200 interesados va en la misma línea, solo que de forma aún más extrema.
Por supuesto que los futbolistas aficionados pueden alquilar con sus amigos un campo de fútbol para darle a la pelota. Pero eso es comparar peras con manzanas. Es otra sensación marcar un gol en un partido oficial de liga. Con un árbitro del cual poder quejarse. Divierte más entrenar disparos, faltas o incluso esprints que limitarse siempre a dar patadas sin más. Por ello, es una pena que la Federación Balear de Fútbol quiera subir aún más el nivel de las ligas inferiores. Así, a los aficionados del Germania Mallorca solo les quedará el papel de espectadores. Y falta por ver si los cuatro fundadores, con su plan maestro, tendrán más éxito que el Atlético Baleares del propietario alemán Ingo Volckmann.
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