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Meinung

Wenn das Paradies brennt: Warum Gemeinschaft auf Mallorca Leben retten kann

Die Notfalldienste auf Mallorca sind hervorragend. Doch der Brand in Almería zeigt, wie schnell eine gefährliche Lage entstehen kann. Warum Gemeinschaft im Ernstfall schützt, erklärt der neue MZ-Chefredakteur Thomas Fitzner

Archivbild: So sah das verbrannte Gelände um Andratx nach dem verheerenden Waldbrand im Sommer 2013 aus

Archivbild: So sah das verbrannte Gelände um Andratx nach dem verheerenden Waldbrand im Sommer 2013 aus / Redaktion DM

In Almería hat sich der Rauch verzogen, zurück bleiben eine zerstörte Landschaft und die Frage, wie es zu dieser Tragödie kommen konnte. Und welche Lehren wir auf Mallorca ziehen sollten.

Die Insel ist dicht bewaldet, die Sommer sind lang, heiß und trocken, das Gelände oft unwegsam. Auch hier leben Menschen inmitten idyllischer Natur. Möglicherweise sehen viele das Szenario eines Waldbrands, der ihr Leben bedrohen könnte, eher entspannt. Was nachvollziehbar ist. Wir haben wohl alle schon erlebt, wie irgendwo eine zarte Rauchsäule aufsteigt und binnen kürzester Zeit rauscht ein Löschflugzeug heran. Die Notfalldienste sind hervorragend, die Brandüberwachung funktioniert gefühlt perfekt. Doch vor 13 Jahren zeigte der verheerende Waldbrand von Andratx, dass auch Mallorca nicht immun ist gegen Situationen, die gefährlich werden können.

Todesopfer aus dem Ausland

Der hohe Anteil an Ausländern unter den Todesopfern in Almería hat eine Diskussion darüber ausgelöst, inwiefern der isolierte Lebensstil der Ausländerkolonie ein Faktor gewesen sein könnte: Informationen der Behörden, die nicht verstanden wurden, lokale Netzwerke, an denen die Briten, Belgier, Franzosen keinen Anteil hatten.

Mein Vorgänger als Chefredakteur und ich, wir mögen unterschiedliche Ansichten und Ansätze vertreten, in einem wird sich die Blattlinie nicht verändern: Das Bemühen um eine gesunde und möglichst intensive Beziehung zwischen deutschsprachigen Residenten und Mallorquinern. Denn Gemeinschaft stärkt und schützt alle in allem.

Als neuer Chefredakteur freue ich mich darauf, diese Arbeit fortzusetzen.

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