"Unmöglich, mehr Parkplätze zu schaffen": Sóller reagiert hilflos auf Urlauberandrang
Die Bewohner der Gemeinde starten eine Unterschriftenkampagne für mehr Stellflächen

So sieht es dieser Tage häufig in Sóller aus. / Joan Mora
Ein Besuch des Städtchens Sóller inmitten der eindrucksvollen Berglandschaft der Serra de Tramuntana gehört für viele Mallorca-Urlauber zum Pflichtprogramm. Was dieser Tage allerdings rund um das Orangental los ist, empört zunehmend die Bewohner von Sóller.
Nach dem kilometerlangen Stau am Donnerstag (2.5.) zeigten sich die Zuständigen in der Gemeindeverwaltung ratlos darüber, wie man den Urlauberandrang in den Griff bekommen soll. Der Gemeinderat Carlos Darder sagte, dass "es absolut unmöglich ist, dieser großen Zahl von Autos, die nach Sóller kommen, einen Parkplatz zur Verfügung zu stellen". Von Seiten des Rathauses könne man dieses Problem nicht lösen.
Mehr Parkplätze sind nicht drin
Man könne nicht Stellplätze für Tausende von Autos schaffen. Immerhin gibt es im Ortskern von Sóller bereits mehrere Parkplätze, die allerdings angesichts der Blechlawine der zurückliegenden Tage nicht annähernd ausreichen. Und es habe ja die Urlaubssaison noch nicht einmal richtig begonnen, so Darder.
Die Bewohnerinnen und Bewohner von Sóller leiden bereits seit Jahren unter dem Urlauberandrang in ihrer Gemeinde und haben langsam die Faxen dicke. Eine Gruppe von Bürgern hat dieser Tage auf der Plattform change.org eine Kampagne gestartet. Das Ziel ist, dass das Rathaus mehr Parkraum für die Residenten der Gemeinde im Ortskern schafft. Die Initiatoren der Unterschriftenkampagne beklagen, dass zahlreiche Mietwagen die Plätze der Bewohner belegen.
Immer wieder Chaos
Das Verkehrschaos rund um Sóller hatte sich in den zurückliegenden Tagen mehrfach wiederholt. Am Donnerstag etwa hatte sich bereits ab dem Vormittag eine bis zu sechs Kilometer lange Autoschlange ab der Tunneleinfahrt durch die gesamte Röhre hindurch und bis zum Ortseingang von Sóller gebildet.
Der Tunnel musste zeitweise sogar gesperrt werden. Offenbar war der Urlauberandrang rund um den Feiertag am 1. Mai für die Blechlawine verantwortlich, weil auch viele Spanier Brückentage genommen haben.
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