Neue Fahrverbote in Palma: Welche Autos ab 2025 nicht länger ins Zentrum fahren dürfen
Natürlich gibt es für die Regel eine ganze Reihe an Ausnahmen

Bereits jetzt ist die Einfahrt in die Innenstadt durch die Acire-Zonen reguliert. / Manu Mielniezuk
Palmas Verkehrsbehörde hat am Montag (17.6.) die von der EU verlangte Umweltzone im Zentrum (Zonas de bajas emisiones, ZBE) umgesetzt und zur öffentlichen Einsicht ausgeschrieben. Bis zum 28. Juni gilt nun eine Einspruchsfrist, in der Bürger und Verbände Einwände vorbringen können. Geschieht das nicht, wird der Autoverkehr in der Stadt ab dem 1. Januar 2025 schrittweise immer weiter eingeschränkt.
Die EU-Norm sieht vor, dass alle Städte mit 50.000 oder mehr Einwohnern den Verkehr im Zentrum mit Umweltplaketten regulieren müssen. Die Maßnahme war eigentlich bereits ab dem vergangenen 1. Januar Pflicht, Palma bekam einen Aufschub von einem Jahr bewilligt.
16 Kameras kontrollieren die Einfahrt
Ab dem kommenden Jahr dürfen Autos ohne Umweltplakette der spanischen Verkehrsbehörde DGT - in erster Linie alle Benziner, die vor 2001 zugelassen wurden, und Dieselfahrzeuge, die vor 2006 zugelassen wurden - nicht länger ins Zentrum fahren. Als Zentrum gelten alle Straßen und Wege innerhalb des Innenstadtrings. Sprich die Avenidas, die die Innenstadt umkreisen, sind noch erlaubt.
16 Kameras sollen künftig die Einhaltung der Beschränkungen kontrollieren. Sie sind an folgenden Punkten postiert: Berenguer de Tornamira, Jaume III, Jaume de Santacília, Joaquín Botia, Vía Roma, Jeroni Antich, Pere Dezcallar i Net, Francesc de Borja Moll, Sant Miquel, Caputxins, Llorenç Vicens, Bartomeu Ferrà, Sindicat, Francesc Cantarellas, Jaume Lluís Garau y Plaça de la Porta del Camp.
Ab 2030 gar keine Benziner oder Dieselautos mehr
In den kommenden Jahren werden die Regeln dann immer weiter verschärft. Ab 2027 dürfen die Autos mit der B-Plakette nicht mehr einfahren. Dabei handelt es sich um Benziner bis einschließlich 2005 und Diesel bis 2014. Ab 2030 gilt das Verbot für alle Benziner und Dieselfahrzeuge unabhängig des Alters.
Natürlich gibt es eine ganze Reihe an Ausnahmen. Elektroautos und Hybride bleiben von der neuen Regel gänzlich unangetastet. Anwohner (darunter zählt auch der Besitz oder die Miete einer Garage), Urlauber, die ein Hotel in der Innenstadt gebucht haben, Autofahrer mit Behindertenparkausweis, Fahrzeuge der öffentlichen Behörde sowie der Rettungsdienste, Busse, Taxis und Lieferdienste dürfen weiter ins Zentrum fahren. Fraglich ist, ob weitere Ausnahmen für die öffentlichen Parkhäuser innerhalb der Avenidas hinzukommen.
Komplett neu ist das Fahrverbot im Zentrum nicht. Im Endeffekt bedeutet es nur eine Ausweitung der sogenannten ACIRE-Zonen, die bereits jetzt schon die Einfahrt in weite Teile der Innenstadt regulieren.
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