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Palma und Calvià kooperieren jetzt bei den Taxis – allerdings zu unterschiedlichen Preisen

In einem Pilotprojekt soll es Taxifahrern möglich sein, Passagiere in der jeweils anderen Gemeinde einzusammeln

Stundenlanges Warten am Taxi-Stand: Das soll es diesen Sommer nicht mehr geben

Stundenlanges Warten am Taxi-Stand: Das soll es diesen Sommer nicht mehr geben / Bernardo Arzayus

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Die Taxizentralen von Palma und der Gemeinde Calvià arbeiten im August und September zusammen. In den beiden Monaten ist es für Passanten nun dank der Sonderregelung möglich, Taxen der jeweils anderen Gemeinde zu nehmen. Bislang durften die Fahrer die Passagiere zwar in eine andere Gemeinde bringen, aber dort keine neuen Fahrgäste aufnehmen. Ziel ist es, in den notorisch überfüllten Sommermonaten die Situation im Personenverkehr ein bisschen zu entspannen.

Profitieren könnten davon vor allem Urlauber. Denn die Maßnahme umfasst die Playa de Palma ebenso wie die Touristenhochburgen in Calvià, zu denen unter anderem Magaluf, Santa Ponça, Palmanova und Peguera gehören.

Das sind die Tarife

Die Sache hat allerdings einen Haken. Zwar konnten sich die Zentralen auf die Zusammenarbeit einigen, aber nicht auf einen gemeinsamen Tarif. Das bedeutet: Wer ein Taxi nimmt, das in Palma gemeldet ist, zahlt 98 Cent pro Kilometer, wer in ein Calvià-Taxi einsteigt, blättert hingegen acht Cent mehr pro Kilometer hin. Um einen deutlichen Preisunterschied zu spüren, muss man aber längere Strecken absolvieren. Zehn Kilometer kosten in einem Calvià-Taxi gerade mal 80 Cent mehr als in einem Palma-Taxi.

Dies gilt allerdings nur für Fahrten innerhalb einer Gemeinde. Wer zwischen den beiden Gemeinden reist, zahlt den Standard-Tarif von 1,16 Euro pro Kilometer. Unterschiede gibt es derweil für Reisen an den Flughafen oder den Hafen: Während die Taxis in Palma einen Aufschlag verlangen, tun dies die Fahrer aus Calvià nicht.

Regeln für die Taxifahrer

Die Taxis sind bei der Passagieraufnahme in der jeweils anderen Gemeinden an strikte Regeln gebunden. So dürfen sie nur an offiziellen Taxiständen Kunden mitnehmen. Zudem muss es zu dem Zeitpunkt einen Mangel an Fahrzeugen aus der Heimatgemeinde geben.

Im Gegensatz zu vergangenen Jahren läuft die Saison für die Fahrer bislang gut. Extremsituationen, bei denen Passagiere teilweise stundenlang auf eine Fahrt warten mussten, gab es bislang nicht, so der Chef der Taxivereinigung der CAEB, Antoni Bauzà. Allerdings wartet man beim Anruf bei der Taxihotline gerne mal mehrere Minuten, bis erstmal jemand ans Telefon geht.

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