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Palma zieht Busse nach Bränden aus dem Verkehr: Kürzungen bei Flughafen-Linien A1 und A2

Die Stadtverwaltung will vor allem die Verbindungen in die Stadtteile, in der viele Einheimische leben, aufrecht erhalten

Bus geht auf der Ringautobahn in Flammen auf

Redaktion DM

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Die Stadtverwaltung von Palma hat zwölf EMT-Stadtbusse aus dem Verkehr gezogen, nachdem in weniger als einer Woche zwei der Fahrzeuge in Brand geraten sind. Die Feuer waren in zwei Bussen desselben Modells und des selben Alters ausgebrochen. Der erste Vorfall ereignete sich am Sonntag (18.8.) auf der Ringautobahn von Palma in der Nähe des Gefängnisses, der zweite am Mittwochmittag (21.8.) vor dem Einkaufszentrum El Corte Inglés auf den Avenidas. Bei den beiden Bränden war niemand zu Schaden gekommen. Die Verantwortlichen der EMT beriefen allerdings am Mittwochnachmittag eine Krisensitzung ein, um die Ereignisse zu analysieren.

Der Bus vor dem Corte Inglés brannte nicht aus.

Der Bus vor dem Corte Inglés brannte nicht aus. / Xavier Peris

Die zumindest temporäre Stilllegung der zwölf mit Erdgas betriebenen Busse wird sich nach Angaben des Stadtrats für Mobilität und EMT-Präsident Toni Deudero Auswirkungen auf die Fahrpläne auswirken. „Wir sind uns bewusst, dass mit der Entscheidung, den Dienst dieses Fahrzeugmodells einzustellen, die täglichen Frequenzen reduziert werden, was zu einer Verringerung des Dienstleistungsangebots führt“, räumte er ein. Konkret geht es um zwölf Gelenkbusse der Marke Scania. Sie sind 18 Meter lang, wurden im Oktober 2020 in Dienst gestellt und haben jeweils rund 250.000 Kilometer zurückgelegt.

Kürzungen treffen sechs Linien

Am Freitagmittag (23.8.) schickte die Stadverwaltung von Palma dann eine Pressemitteilung, in der die genauen Kürzungen bei den Linien aufgelistet waren: So werden von 18 Verbindungen der Flughafen-Linien A1 (in die Innenstadt von Palma) und A2 (an die Playa de Palma) jeweils zwei gestrichen.

Des Weiteren wird eine der fünf Frequenzen auf der Linie 1 (Portopí - Kongresszentrum Palau de Congressos) gestrichen. Auf der Linie 3 (Pont d'Inca - Plaça Joan Carles I) werden von acht Umläufen zwei zeitweise eingestellt, auf der Linie 4 (Illetes - Nou Llevant) sollen von 23 Umläufen drei gestrichen werden und auf der Linie 7 (Son Serra - Sa Vileta) wird von acht Verbindungen eine eingestellt, 25 (s'Arenal - Plaça de la Reina) und 35 (Aquarium - Plaça de la Reina) gekürzt werden. Deudero hatte zuvor angekündigt, nach Alternativen zu suchen, um keine Busverbindungen streichen zu müssen. Spätestens Mitte September, wenn auch das Schuljahr wieder begonnen hat, sollen alle Busse wieder zur Verfügung stehen.

Der Bus auf der Ringautobahn war am Sonntag in Brand geraten.

Der Bus auf der Ringautobahn war am Sonntag in Brand geraten. / DM

Deudero erinnerte daran, dass die Umstände der beiden Feuer sich sehr ähnelten: „Es ist außergewöhnlich, dass diese Ereignisse wiederholt auftreten und die Sicherheit der Bürger direkt gefährden“, betonte der Stadtrat. Derzeit sind bis zu 27 Fahrzeuge in Palma auf den Straßen unterwegs, die ähnlich gebaut sind.

Experten analysieren die Busse und die Brandursache

Diese Busse sollen genau unter die Lupe genommen werden, auch wenn es sich nicht um genau dieselbe Marke und dasselbe Modell handelt. Techniker von Scania, Experten und Fachleute aus den EMT-Werkstätten wollen darüber hinaus in den kommenden Tagen die Ursachen der Brände analysieren. „Die Feuer könnten auf Materialermüdung zurückzuführen sein“, sagte Deudero. Inzwischen steht auch fest, dass die Garantie der Fahrzeuge ausgelaufen ist. Es sei möglich, dass es zu einer "juristischen Auseinandersetzung" mit Scania kommen könnte, da nicht ausgeschlossen werde, dass die Brände durch einen "versteckten Mangel" der Marke Scania verursacht wurden.

Der ausgebrannte Bus auf der Ringautobahn.

Der ausgebrannte Bus auf der Ringautobahn. / DM

Bereits in früheren Jahren sorgten mehrfach Brände in Bussen auf Mallorca für Aufsehen. Speziell im Sommer 2016 gab es innerhalb von kurzer Zeit drei Feuer sowohl in EMT-Stadtbussen als auch TIB-Überlandbussen. Auch deshalb hatte die Stadtverwaltung im Dezember 2018 beschlossen, 100 neue Stadtbusse zu kaufen. Die Flotte war in die Jahre gekommen.

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