Noch mehr Autobahnspuren auf Mallorca: Inselrat will Flughafenautobahn ausbauen
Der Präsident der Behörde, Llorenç Galmés, stellte das Projekt vor, das auch einen Ausbau am Autobahndreieck in Palmas Osten und im Tunnel Can Blau beinhaltet

Idyllischer Blick auf die Ringautobahn: die Abordnung des Inselrats bei der Präsentation des Projekts. / Bernardo Arzayus
Mehr Fahrspuren für weniger Stau: Diese Philosophie, die nach Ansicht der meisten Mobilitätsexperten nicht aufgeht, hat sich die konservative Volkspartei PP für Mallorca zu eigen gemacht. So soll die Flughafenautobahn (Ma-19) sowie die Ringautobahn von Palma (Ma-20) auf zwei Teilstücken eine zusätzliche Fahrspur bekommen. Der Präsident des Inselrats, Llorenç Galmés, hat am Mittwoch (29.8.) das Projekt für den Ausbau an Ort und Stelle auf einer Brücke über die Ringautobahn präsentiert.
Geplant ist konkret, zum einen die Flughafenautobahn in Fahrtrichtung Palma auf dem 800 Meter langen Teilstück zwischen der Anschlussstelle Molinar und dem Autobahndreieck Palma-Ost (Einmündung in die Ringautobahn) auf vier Spuren auszubauen. Dafür soll allerdings keine neue Fläche versiegelt werden, wie Galmés erklärte. Der Platz sei vielmehr bereits vorhanden und werde dem Mittelstreifen abgezwackt.

Das Projekt zum Autobahnausbau. / Inselrat
Einfädelspuren werden neu organisiert
Zum Projekt gehört auch, dass die beiden Einfädelspuren in die Ringautobahn neu beschildert und in Zukunft gleichberechtigt sein sollen. Bisher führte die rechte Spur lediglich ins Gewerbegebiet Son Malferit und auf die Schnellstraße Ma-15 in Richtung Manacor. Zusätzlich soll im Tunnel Can Blau, wo die Fahrbahn bisher nur zweispurig ist, eine dritte Fahrspur errichtet werden. Außerdem soll auf der gesamten Ringautobahn die Fahrbahndecke verstärkt werden.
Die Arbeiten sollen laut Plan im Oktober starten und Anfang 2025 abgeschlossen sein. Wann genau, ließ Galmés offen. Zwölf Millionen Euro sind für die Ausbauarbeiten vorgesehen.
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Kritik kommt von der Opposition
Die grüne Regionalpartei Més kritisierte das Vorhaben, weitere Fahrspuren zu bauen. Der Sprecher der Partei im Inselrat, Jaume Alzamora, bedauerte, dass Galmés und der Inselrat einmel mehr "zu einem antiquierten Verkehrsmodell fernab der Realität" zurückkehrten. Die Staus würden auf diese Weise nur von einem Ort an einen anderen Ort verlegt.
Alzamora zeigte sich besorgt, dass die PP "Mallorca weiterhin mit Autos und Abgasen vollstopfen" wolle. Alle bisherigen Ankündigungen der Partei in Sachen Mobilität bezögen sich darauf, "die Nutzung des Privat-Pkw zu vereinfachen". Als Beispiele nannte er den versuchten Rückbau der Busspur VAO auf der Flughafenautobahn, den Bau des zweiten Rings um Palma oder die Streichung des Straßenbahnprojekts von Palma zum Flughafen. /jk
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