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Reaktionen auf Auto-Limit auf Mallorca: "Es hätte keine Studie gebraucht"

Koalitionspartner Vox ist nicht amüsiert. Bei den Mietwagenverbänden herrscht derweil Sorge

Mietwagenanbieter am Flughafen von Mallorca.

Mietwagenanbieter am Flughafen von Mallorca. / Foto: Nele Bendgens

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Das vom konservativen Inselrat angestoßene Limit für Mietwagen und Autos, die nicht auf der Insel gemeldet sind, stößt auf überwiegend positive Reaktionen. Alle Oppositionsparteien begrüßen den vorgestellten Maßnahmenplan von Inselrats-Chef Llorenç Galmés.

So reagiert die Politik

Die sozialistische Oppositionschefin Catalina Cladera etwa erklärte, ihre Partei habe seit jeher eine nachhaltige Mobilitätspolitik unterstützt. Allerdings hätte sie sich konkretere Vorschläge gewünscht, so die Politikerin. Zwar sei ein Auto-Limit ein positiver erster Schritt, es fehlten jedoch Maßnahmen, um die Nutzung von privaten PKW zu reduzieren. Auch die Einführung von neuen Niedrigemissionszonen vermisst Cladera in dem Vorschlag. Sie vermutet, dass man damit den Koalitionspartner Vox beruhigen wollte.

Dies könnte durchaus der Fall sein, denn die Rechtsextremen zeigen sich nicht amüsiert über das Auto-Limit. Zwar erklärte Fraktionssprecher Antoni Gili, man befürworte den Ausbau des Schienennetzes und des öffentlichen Nahverkehrs. Restriktionen bei privaten Pkw kämen aber nicht in Frage. Es gilt deshalb als unwahrscheinlich, dass Vox den Maßnahmen zustimmt. Angesichts der Unterstützung durch die Opposition sind die Stimmen des Koalitionspartners für die PP aber nicht notwendig.

Die anderen Oppositionsparteien Més per Mallorca und El Pi unterstützten die Vorschläge, erinnerten aber daran, dass die PP bis vor kurzem strikt gegen solche Maßnahmen war. Es sei dadurch viel Zeit verschwendet worden, hieß es von El Pí-Sprecher Antoni Salas. Dieser betonte, es habe "keine Studie gebraucht, um zu wissen, dass die Straßen überfüllt sind".

Das sagen die Mietwagenverbände

Die Mietwagenverbände hingegen zeigen sich besorgt. So etwa der Präsident des Verbands Baleval, Julio Nieto. Er will aber mit konkreten Kritikpunkten warten, bis der komplette Gesetzesvorschlag vorliegt. Er habe bereits ein Treffen mit Galmés beantragt, um über das Thema zu sprechen. Zudem kündigte er eine baldige Veröffentlichung einer Studie über die positiven Auswirkungen der Branche auf die Wirtschaft der Insel an. Die Befürchtung in der Branche: Der Inselrat könnte genauso strenge Regeln wie auf Ibiza und Formentera einführen, die nach Ansicht von Baleval verfassungswidrig sind.

Die Ergebnisse der Studie

Die Studie zur Verkehrsbelastung auf Mallorca hatte unter anderem ergeben, dass zu manchen Zeiten im Hochsommer zwischen 90.000 und 120.000 Autos mehr auf der Insel unterwegs sind, als das bestehende Straßennetz aufnehmen kann. Im Jahr 2023 seien 324.623 Fahrzeuge mit Fahrer in den Häfen der Insel angekommen. Das waren 108 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Dazu kamen noch einmal 55.000 Fahrzeuge, die Waren auf die Insel brachten. Die zusammen knapp 380.000 Gefährte stellten knapp 40 Prozent des Fahrzeugbestands auf der Insel. Die Studie belegt auch, dass allein in den Jahren 2020 bis 2023 mehr als 109.000 Fahrzeuge von außen nach Mallorca kamen und sich seither dauerhaft auf der Insel befinden.

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