Flugtaxi der deutschen Firma Volocopter soll bald über Mallorca unterwegs sein
Der spanische Flughafenbetreiber Aena will einen Testflug bis spätestens Anfang 2026 auf die Beine stellen

Ein Flugtaxi der Firma Volocopter aus Bruchsal / Bernd Weißbrod/dpa
Schon länger wird über Flugtaxis als Alternative zur herkömmlichen Mobilität gesprochen. Bislang fehlt es noch an einer Zulassung in Europa, die Richtlinien sind strenger als beispielsweise in China und den USA, wo die Flugtaxis bereits zugelassen wurden. Jetzt wagt der spanische Flughafenbetreiber Aena einen Vorstoß und möchte mit zwei Probeflügen, einer davon von Palma nach Menorca, zeigen, dass die Fluggeräte sicher sind und Protokolle für den Flug testen. Das kündigte Aena bei einem Mobilitätskongress in Madrid an. Als Termin für die Testflüge wurden Ende 2025 oder Anfang 2026 genannt.
Einführung in Europa bis 2029?
Die beiden Flüge zwischen den Flughäfen Son Sant Joan und dem von Maó sowie zwischen Granada und Málaga sollen dazu führen, dass die Behörden ihre Vorbehalte gegen die Zulassung von Flugtaxis abbauen. Nach Angaben von Juan Manuel Cordovés, Direktor des Flughafens Málaga-Costa del Sol, könnten Flugtaxis innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre in Europa eingeführt werden. Zahlreiche Pilotprojekte sind bereits im Gang, darunter auch einige in Deutschland, wo es mehrere Hersteller von Flugtaxis gibt.
Auch Volocopter ist eine deutsche Firma, die ihre Dienste bereits beim Wirtschaftsforum 2023 auf Mallorca vorstellte. Das Unternehmen hat seinen Sitz im badischen Bruchsal und beschäftigt inzwischen nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeiter. Mitte November war bekannt geworden, dass die Firma vom chinesischen Autobauer Geely übernommen werden könnte. Volocopter steckt seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten. Im Jahr 2023 häufte das Unternehmen rund 146 Millionen Euro Verlust an, im Jahr zuvor war es nur unwesentlich weniger.
Bereits im April 2023 hatte das Unternehmen NextNorth angekündigt, möglichst 2024, spätestens aber 2025 Flugtaxis auf Mallorca verkehren zu lassen. Aber auch hierfür fehlt bislang die Genehmigung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Die Flüge sollten ab 95 Euro kosten und für zwei bis fünf Personen (inklusive dem Pilot) gedacht sein.
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