Der nächste Blitzer auf Mallorca: Hier steht das neue Radargerät
Autofahrer müssen auf der Ringautobahn nun genau auf die Einhaltung der Geschwindigkeitsgrenze achten

Der neue Blitzer auf der Ringautobahn von Palma. / B. Ramon
Die spanische Verkehrsbehörde DGT hat den ersten der vier Anfang des Jahres angekündigten Blitzer auf Mallorca aufgestellt. Das neue Radargerät befindet sich auf Palmas Ringautobahn Vía Cintura auf Höhe des Kilometers 2,4 in Richtung Flughafen – also kurz bevor man auf der linken Seite das Estadi Balear sieht. An dieser Stelle gilt aufgrund der Umbauarbeiten derzeit Tempo 60.
Auch Abschnittkontrollen geplant
Darüberhinaus plant die DGT, wie bereits im Februar bekanntgegeben, erstmals die Einrichtung von Abschnittskontrollen. Dabei wird die Geschwindigkeit gleich zweimal gemessen: beim Eintritt in die Zone und bei der Ausfahrt. Dabei wird jeweils das Nummernschild gelesen und mit den zwei Werten eine Durchschnittsgeschwindigkeit gebildet. Ist diese höher als das erlaubte Tempolimit, gibt es ein Knöllchen. Das System soll aber auch abrupte Vollbremsungen vor dem Blitzer verhindern. Der Abstand zwischen den zwei Messgeräten beträgt auf Mallorca zwischen 800 und 1.300 Metern. Rasern bleibt genügend Zeit, um das Tempo zu verringern – und um sich dann gefälligst an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten.
Die mit 800 Metern kürzeste Zone befindet sich in Zukunft auf der Ma-6014. Das ist die Straße, die von Arenal zum Golfclub Maioris und weiter Richtung Campos führt. Gemessen wird auf den Kilometern 1,5 bis 2,3. Das ist das steile Stück vom Cala-Blava-Kreisel an der Siedlung Las Palmeras vorbei. Auf der Manacor-Autobahn Ma-15 wird kurz hinter Vilafranca gemessen. Zuletzt noch auf der alten Landstraße von Sineu nach Palma, der Ma-3011. Hier stehen die Kontrollen am Kilometer 1,5 und 2,5 auf Höhe der kleinen Siedlung Es Pinaret.
Sobald diese eingerichtet sind, stehen der Verkehrsbehörde 37 Radargeräte zur Verfügung, 14 sind fest installiert, 23 weitere sind mobil und werden hin und wieder aufgestellt. Durchschnittlich werden 65 Autofahrer täglich von jeder Radarfalle mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 11.859 Strafzettel ausgestellt, was einen Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Blitzer, an dem die meisten Raser erwischt werden, befindet sich auf der Inca-Autobahn auf Höhe des Kilometers 16.
Neue Blitzer in Palma
Erst Mitte des Monats hatte die Stadt Palma angekündigt, im kommenden Jahr zwei neue Blitzer aufzustellen. Die neuen Radarfallen sollen sich beide auf der Avenida Adólfo Suárez befinden, also dem Teilstück des Paseo Marítimo, das von der Ecke zur Avenida Antoni Maura (am Parc de la Mar) bis zum Kongresspalast führt. Am westlichen Ende der Straße befindet sich schon jetzt ein Blitzer. Dieser Teilabschnitt war in den vergangenen Jahren Schauplatz zahlreicher schwerer, nicht selten tödlicher Unfälle. Die Stadt möchte aber nicht nur die Risiken im Straßenverkehr senken, sondern erhofft sich auch finanzielle Vorteile. So sollen die Einnahmen durch die beiden Radarfallen an der Straße, an der Fahrer gerne mal aufs Gaspedal treten, im kommenden Jahr vier Millionen Euro betragen. Insgesamt will die Stadt durch Verkehrsstrafen 2025 rund 32,6 Millionen Euro einkassieren. /pss

Redaktion DM
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