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"Alle alternativen Mallorca-Flüge ausverkauft": Warnstreik in Deutschland sorgt schon jetzt für Flugchaos

Erst Flughafen geändert, dann Flug annulliert, und die Alternative war auch nicht kostenlos. Derartige Probleme dürften sich am Montag häufen

Mit Ryanair sollte es eigentlich am Montag von Köln nach Palma gehen.

Mit Ryanair sollte es eigentlich am Montag von Köln nach Palma gehen. / Foto: Thomas Banneyer/dpa

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Die Warnstreiks an den 13 deutschen Flughäfen haben - mit Ausnahme von Hamburg - noch gar nicht begonnen und das Flugchaos für Mallorca-Urlauber ist bereits groß. "Die Flugpreise stiegen heute im Minutentakt. Binnen drei Minuten war es 50 Euro teurer. Mittlerweile sind alle alternativen Mallorca-Flüge ausverkauft", schildert MZ-Redakteurin Sarah López, die am Montag (10.3.) eigentlich um 17.30 Uhr von Köln/Bonn auf die Insel reisen wollte.

"Als ich am Freitag von dem Streik erfuhr, habe ich am selben Tag kurz vor Mitternacht von Ryanair eine SMS bekommen. Sie haben mir mitgeteilt, dass mein Flug zwar nicht annulliert wurde, aber der Flughafen, von dem ich abfliege, nun ein anderer ist", sagt die MZ-Redakteurin. Statt Köln sollte es nun ab Düsseldorf/Weeze gehen. "Das ist von Köln ziemlich weit weg. Mit dem Auto sind es anderthalb Stunden. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es umständlich, aber ich habe einen Bus gefunden und gebucht."

Nun fällt der Mallorca-Flug doch aus

"Das ist zwar nicht ideal, aber ich kann am Montag zurückfliegen, dachte ich mir", so López. Dann kam es am Sonntagmittag zur nächsten Planänderung. "Der Streik wurde auf Weeze ausgeweitet. Ryanair schickte mir die nächste SMS, dass der Flug nun doch annulliert wird." Anbei war ein Link zur vermeintlich kostenlosen Umbuchung. "Das habe ich direkt gemacht, war aber verwundert, dass Ryanair dafür Geld haben wollte."

Erst Flughafen geändert, dann Flug abgesagt.

Erst Flughafen geändert, dann Flug abgesagt. / Sarah López

Sie suchte auf eigene Faust nach einem anderen Flug. "Montag gab es noch etwas bei Eurowings, der war dann aber während meines Buchungsprozesses ausverkauft." Wenig später war das bei allen Airlines der Fall. Letztlich nutzte López dann doch das Angebot von Ryanair. Statt einen kostenlosen Ersatzflug zu erhalten, hat sie nun aber 190 Euro für einen Alternativflug am Dienstagnachmittag ab Köln/Bonn gezahlt. "Ich habe ewig mit Ryanair diskutiert. Sie wollen mir das Geld zurückerstatten. Das wird bestimmt aber Monate dauern", befürchtet sie.

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