Überraschender Warnstreik zum Ferienbeginn: Ab diesem Flughafen geht kein Flieger nach Mallorca
Am Flughafen Hamburg geht nichts mehr. Dort gibt es überraschend bereits heute einen Warnstreik - vor der angekündigten bundesweiten Aktion am Montag. Genau zum Ferienbeginn

Reisende am Flughafen Hamburg. / Bodo Marks / dpa
Der Flughafen Hamburg liegt wegen eines überraschenden Warnstreiks genau zu Beginn der Frühjahrsferien lahm. Alle weiteren Flüge fallen aus, sagte Airport-Sprecherin Katja Bromm am Sonntagmorgen (9.3.). Es fänden den gesamten Tag über keine Abflüge und Ankünfte statt, der Flughafen sei geschlossen. Mallorca-Urlauber schauen also in die Röhre.
Am Sonntag waren in Hamburg ursprünglich 144 Ankünfte und 139 Abflüge geplant, davon konnten den Angaben zufolge am Morgen nur rund zehn Flüge stattfinden. Die restlichen Abflüge und Ankünfte für den Tag seien gestrichen.
Eigentlich ist ein bundesweiter Warnstreik an 13 deutschen Flughäfen, darunter Hamburg, erst für Montag angekündigt gewesen. In Hamburg begann die Aktion nun bereits einen Tag früher und mit nur 30 Minuten Vorankündigung durch die Gewerkschaft Verdi.
Man sei entsetzt, wie rücksichtslos Verdi vorgehe, sagte Bromm. "Die Gewerkschaft legt den Flughafen lahm – und das ohne Ankündigungsfrist genau am Anfang der Hamburger Frühjahrsferien. Damit schadet Verdi vor allem den Menschen." Es sei für sie unzumutbar, in welcher Frequenz die Gewerkschaft den Hamburger Flughafen mit Streiks überziehe. "Der Streik sollte immer das letzte Mittel der Wahl sein und nicht das erste, bevor man überhaupt miteinander spricht."
Verdi-Sprecher verteidigt heutigen Warnstreik
Gewerkschaftssekretär Lars Stubbe sagte: "Wir bedauern es sehr für die Passagiere. Wir wissen, dass es viele betreffen wird." Aber der Warnstreik, über den der Flughafen etwa eine halbe Stunde vor Beginn informiert worden sei, sei notwendig. Das Ziel von Warnstreiks sei, Unternehmen wirtschaftlich zu schaden, um Druck aufzubauen. Bei Arbeitsniederlegungen mit Ankündigungen ergreife der Flughafen Maßnahmen und setze etwa Streikbrecher ein, sagte Stubbe.
Er betonte, dass die Arbeitgeberseite im Tarifstreit mit Bund und Kommunen endlich ein Angebot vorlegen müsse. Zwei Verhandlungsrunden seien schon ergebnislos gewesen.
Verdi fordert eine Tariferhöhung im Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich, und höhere Zuschläge für die Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage. Die Arbeitgeber haben diese Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Die dritte Tarifrunde soll vom 14. bis 16. März in Potsdam stattfinden.
Auch morgen erhebliche Behinderungen am Flughafen erwartet
Ursprünglich sollte der Warnstreik am Hamburger Flughafen am Sonntagabend mit der Nachtschicht beginnen und bis zum Ende der Spätschicht am Montag andauern. Bundesweit hat Verdi für Montag zu Warnstreiks an 13 deutschen Flughafen aufgerufen.
Auch in Hamburg soll morgen trotz des heutigen Warnstreiks die Arbeit in mehreren Bereichen niedergelegt werden, sagte Stubbe. Betroffen sind unter anderem die Flugzeugabfertigung und die Sicherheitskontrolle der Passagiere.
Flughafensprecherin Bromm, sagte, es sei auch morgen mit einer erheblichen Beeinträchtigung des Flugbetriebes zu rechnen. "Wir empfehlen allen Reisenden, die morgen ab Hamburg fliegen möchten, Kontakt mit Ihrer Fluggesellschaft aufzunehmen."
In anderen Bereichen gibt es morgen ebenfalls Warnstreiks
Auch in weiteren Bereichen müssen die Menschen in Hamburg am morgigen Montag mit Einschränkungen rechnen. Verdi hat die Beschäftigten zentraler Bereiche aufgerufen, einen Tag lang die Arbeit niederzulegen. In den Ausstand treten sollen nach den Vorstellungen der Gewerkschaft unter anderem auch Beschäftigte der Asklepios-Kliniken, des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), der Elbkinder-Kitas als Hamburgs größtem Kita-Träger, der Stadtreinigung und der Hamburg Port Authority (HPA).
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