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Inselrat bringt Autolimit auf Mallorca auf den Weg

Der Mobilitätsdezernent hat den Entwurf für das Gesetz für nachhaltige Mobilität in die Wege geleitet

Der Inselrat findet, es gibt zu viele Autos auf Mallorca.

Der Inselrat findet, es gibt zu viele Autos auf Mallorca. / Miguel Vicens

Die vom Inselrat auf Mallorca geplante Obergrenze von Mietwagen sowie die Autosteuer sollen zum Sommer 2026 in Kraft treten. Damit dieses Ziel erreicht wird, hat der Mobilitätsdezernent der Behörde, Fernando Rubio, am Montag (17.3.) den dafür nötigen Gesetzestext in die Wege geleitet. Rubio unterschrieb den ersten Entwurf für das sogenannte Gesetz für nachhaltige Mobilität.

Der Plan des Inselrats sieht vor, beide Maßnahmen noch vor der Hochsaison 2026 einzuführen, die sich aus einer Studie ergeben hatten, mit der die Verkehrsbelastung der Straßen auf Mallorca gemessen wurde. Nähere Details zur Umsetzung der Pläne konnte Rubio zunächst nicht nennen. Der Text wird nun für 20 Tage öffentlich auf der Website des Inselrats ausgestellt. Danach wird der Gesetzentwurf zunächst im Plenum des Inselrats und dann im Balearen-Parlament behandelt, wo er dann endgültig verabschiedet wird.

Die Opposition unterstützt das Vorhaben

Und bisher deutet einiges darauf hin, dass das auch gelingt. Zwar hat der Koalitionspartner der konservativen Volkspartei PP, die rechtsextreme Vox, angekündigt, die Pläne nicht zu unterstützen. Die PP kann aber wohl mit den Stimmen der Opposition, also den Sozialisten und der linken Regionalpartei Més per Mallorca sowie der liberalen El Pi, rechnen. Der Vorschlag, wie genau das Limit funktionieren soll, soll Ende April vorgestellt werden.

Die Studie, die der Inselrat in Auftrag gegeben hatte, ergab, dass im Jahr 2023 an den Häfen auf Mallorca 324.623 Fahrzeuge mit Fahrer ankamen. Das waren 108 Prozent mehr als noch sechs Jahre zuvor. Dazu kamen weitere 55.000 Fahrzeuge ohne Fahrer, beispielsweise Neuwagen und Mietwagen. Die Studie ergab auch, dass das Maximum an Fahrzeugen, die sich gleichzeitig auf Mallorca aufhalten sollten, bei 834.263 liegt. Das war die Zahl der Autos und anderen Gefährte, die 2017 auf Mallorca in der Hochsaison am Tag unterwegs waren. 2023 waren es bereits 956.660 Fahrzeuge.

Ibiza soll Vorbild sein

Auch wenn Mobilitätsdezernent Fernando Rubio noch nicht durchblicken ließ, wie genau das Limit angewendet werden soll, deutete er an, dass Ibiza als Vorbild für Mallorca dienen soll. Die Nachbarinsel sowie auch die kleinere Pityusen-Insel Formentera haben bereits ein Limit, das im Sommer gilt. Dann darf nur noch eine bestimmte Anzahl Fahrzeuge pro Tag auf den Fähren ankommen.

Die Pläne für die Autosteuer hatte Regierungssprecher Antoni Costa bereits Anfang März vorgestellt. Demnach wird für auf der Insel ankommende Fahrzeuge eine Gebühr fällig, die sich nach den CO2-Emissionen des Autos richtet. Eine weitere Gebühr wird für die Zeit fällig, die sich das Fahrzeug auf der Insel aufhält. Je länger, desto teurer wird es.

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