Spanien führt neuen Buchstaben für Autokennzeichen ein – das ist jetzt anders
Einige Buchstabenkombinationen sind auf den Nummernschildern verboten

Ab April 2025 fangen die neue matrikulierten Autos mit einem "N" an. / Foto: Seat
Wer gerade auf Mallorca unterwegs ist – sei es im Urlaub oder als Resident – dem wird bald etwas Neues auf den Straßen auffallen: Seit April beginnt die Buchstabenreihe auf spanischen Nummernschildern bei Neuwagen oder frisch umgemeldeten Autos mit einem "N". Das bedeutet: Autos, die ab diesem Zeitpunkt in Spanien zugelassen werden, tragen eine frische Buchstaben-Kombi – zum Beispiel "NBB" oder "NBC".
Was sagt ein Kennzeichen über das Auto aus?
Das Nummernschild eines Autos ist oft mehr als nur ein Stück Blech doch in Spanien verrät es einiges: wie neu ein Auto ist, und früher sogar, woher es kommt. Die alten Kürzel wie "IB" für die Balearen tragen aber heute noch wenige alte Autos.
Heutzutage werden Kennzeichen nicht mehr nach Regionen, sondern nach einem spanienweiten, einheitlichen System vergeben. Die Vergabe erfolgt in der Reihenfolge des Alphabets und nach Reihenfolge der Anmeldungen. Wunschkennzeichen wie in Deutschland gibt es nicht.
Die DGT (Spaniens Verkehrsbehörde) achtet darauf, dass keine anstößigen oder missverständlichen Buchstabenfolgen auf den Schildern landen. Vokale sind komplett ausgeschlossen – damit Kombinationen wie „PIS“ (Urin), „ANO“ (After), „ETA“ (ehemalige Terrororganisation) oder „FBI“ gar nicht erst entstehen. Ebenso werden auf diese Weise Kombinationen vermieden, die zu Eigennamen wie "EVA" oder "ANA" führen könnten. Auch Buchstaben wie „Ñ“ oder „Q“ sind tabu, weil sie leicht mit "N" oder "O" verwechselt werden können.
Erstes Kennzeichen auf den Balearen
Das erste Auto Spaniens wurde im Jahr 1900 zugelassen – auf Mallorca. Dieses trug damals das Kennzeichen "PM-1". /slr/pss
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