Guardia Civil macht Jagd auf ausländische Kennzeichen: Wer jetzt auf Mallorca aufpassen muss
Autohalter sind verpflichtet, den Ummeldeprozess spätestens 30 Tage nach Einfuhr des Fahrzeugs zu beginnen

Guardia Civil
Seit Ende 2024 intensivieren die Guardia Civil und der spanische Zoll die Kontrollen von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen auf Mallorca und den Nachbarinseln. Wie die Polizeieinheit am Donnerstag (22.5.) mitteilte, wurden im Rahmen der Aktion bislang 1.065 Autos überprüft. Dabei entdeckten die Behörden 166 Verstöße. Ziel der offiziell unter dem Namen "Filtrocar" laufenden Operation ist es, sicherzustellen, dass alle Fahrzeughalter ihren steuerlichen und registrierungsrechtlichen Pflichten in Spanien nachkommen.
Anmeldepflicht innerhalb von 30 Tagen
Laut der Pressemitteilung sind alle Steuerresidenten Spaniens sowie Personen, die auf den Balearen ein Gewerbe betreiben, verpflichtet, den Ummeldeprozess spätestens 30 Tage nach Einfuhr des Fahrzeugs zu beginnen. Zusätzlich ist eine spanische Kfz-Versicherung abzuschließen, und sämtliche fahrzeugbezogenen Dokumente müssen auf dem aktuellen Stand sein. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen von 50 bis 150 Prozent der fälligen Kraftfahrzeugsteuer. Bis zur Erfüllung dieser Pflichten kann das betroffene Fahrzeug sogar beschlagnahmt werden.
Ummeldung: hoher Aufwand, hohe Kosten
Viele deutsche Fahrzeughalter auf Mallorca zögern häufig über Jahre hinweg, ihr Auto offiziell in Spanien anzumelden. Einerseits hoffen sie, im dichten Verkehr unter den vielen ausländischen Fahrzeugen nicht weiter aufzufallen, andererseits schreckt sie der aufwendige und teure Ummeldeprozess ab. Die Kosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: Für die reine Ummeldung sind etwa 1.000 Euro einzuplanen. Hinzu kommen die Zulassungssteuer – abhängig vom CO₂-Ausstoß des Fahrzeugs – sowie die Erwerbssteuer, die zwischen vier und acht Prozent des aktuellen Fahrzeugwerts beträgt. Bei Luxusautos wie einem Ferrari kann die Ummeldung leicht bis zu 36.000 Euro kosten, wie kürzlich Hjalmar Freitag vom Autoservice Freitag gegenüber der MZ erklärte.
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