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Ruhe für deutsche Anwohner vorbei: Umgehungsstraße im Süden Mallorcas bewilligt

Die Maßnahme soll das Ortszentrum von S'Alqueria Blanca entlasten

Sind nicht begeistert von der geplanten Ortsumgehung (v. l.): Susanne Meyer, Ilse Kruhne, Bernd Meyer, Axel Kruhne (Namen geändert).

Sind nicht begeistert von der geplanten Ortsumgehung (v. l.): Susanne Meyer, Ilse Kruhne, Bernd Meyer, Axel Kruhne (Namen geändert). / Nele Bendgens

Die Ruhe für viele deutsche Anwohner im Süden Mallorcas ist bald vorbei. Der Inselrat hat die Pläne für die neue Umgehungsstraße für S'Alqueria Blanca bewilligt. Das Projekt entlastet zwar das Ortszentrum, die neue Strecke verläuft dafür aber an Fincas vorbei.

2,8 Kilometer ist die Umgehungsstraße lang, die auch einen Rad- sowie Fußweg beinhalten soll. Laut dem Inselrat forderten viele Anwohner das Projekt, das 11 Millionen Euro kosten wird.

"Täglich durchfahren im Durchschnitt 11.000 Fahrzeuge S'Alqueria Blanca. Die meisten sind auf dem Weg nach Cala d'Or", heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

Bereits im April stellte der Inselrat in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Rathaus Santanyì die Pläne den Anwohnern vor, die angeblich auf viel Anklang stießen. Anders sehen es zwei deutsche Paare, die Anfang des Jahres mit der MZ sprachen.

Direkt an der Einfahrt vorbei

Die Meyers und die Kruhnes (sie wollen ihre wirklichen Namen nicht in der Zeitung lesen) sind Nachbarn, leben rund einen Kilometer südlich des Ortskerns von S’Alqueria Blanca am Rande des Naturschutzgebiets Mondragó. Nun soll die Umgehungsstraße für den Ort, die nach jahrzehntelanger Grob- und Feinplanung bald gebaut werden soll, unmittelbar an ihren Grundstücksgrenzen vorbeiführen.

Es gibt eine Vermutung, warum die Straße nun so dicht an ihrem Grundstück vorbeiführen soll. Zwar habe es beim Mobilitätsdezernat des Inselrats, mit dem die Kruhnes schon zusammengesessen waren, geheißen, es seien politische Gründe, die nun für die endgültige Trassenführung verantwortlich seien. Aber die Deutschen haben einen konkreten Verdacht: Es gebe da eine gewisse María, die ein benachbartes Grundstück besitze, auf dem lediglich ein paar Bäume stehen und ab und an Schafe weiden.

Um dieses Grundstück nicht zu zerteilen, habe man die Trasse ganz nah an ihren Häusern vorbeigeführt, vermuten die Meyers und die Kruhnes. Denn María soll der Gemeinde ein Stück Land vermacht haben, auf dem später das Seniorenheim von S’Alqueria Blanca gebaut wurde. Als einzige Bedingung soll die Frau verfügt haben, dass ihr Grundstück für eine eventuelle Ortsumgehung nicht zerschnitten werden darf.

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