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Untertunnelt und begrünt: So könnte die Ringautobahn von Palma in Zukunft aussehen

Der Inselrat von Mallorca will einen von den Sozialisten eingebrachten Vorschlag für die Vía de Cintura mit einer technischen Studie prüfen

So könnte die neue Grünzone auf einem Tunnel über der Vía de Cintura aussehen.

So könnte die neue Grünzone auf einem Tunnel über der Vía de Cintura aussehen. / PSIB-PSOE

Der Inselrat von Mallorca hat am Donnerstag (8.1.) mit großer Mehrheit die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für eine mögliche Tunnellösung der Vía de Cintura von Palma beschlossen. Den entsprechenden Antrag hatte die sozialistische Partei PSIB-PSOE eingebracht. Bis auf die rechtsextreme Vox-Partei unterstützten alle Fraktionen die Initiative.

Mit dem geplanten Tunnel wollen die Sozialisten einen durchgehenden grünen Korridor schaffen, der bislang voneinander getrennte Stadtteile verbinden und neue öffentliche Einrichtungen ermöglichen soll. Der PSIB-Inselrat Joan Ferrer betonte die Notwendigkeit, die durch die Ringautobahn verursachte "urbane Zäsur" zu überwinden – betroffen seien Viertel wie Son Gotleu, Nou Llevant, La Soledat, Son Malferit und Rafal Vell.

Das Projekt schaffe Platz für öffentliche Räume, Grünanlagen sowie Fuß- und Radwege, so Ferrer. Zur Umsetzung bedürfe es einer engen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen sowie eine Mitfinanzierung durch den spanischen Staat und die EU,

Alle Institutionen müssen an einem Strang ziehen

Kritik kam derweil vom Verkehrsdezernenten des Inselrats, Fernando Rubio. Er warf den Sozialisten vor, den Vorschlag aus der Opposition einzubringen, obwohl er bereits Teil ihres Wahlprogramms 2023 gewesen sei und im Raumordnungsplan (Pla General d'Ordenació Urbana, PGOU) von Palma enthalten gewesen sei.

Palmas Ringautobahn Vía de Cintura gehört spanienweit zu den Straßen mit der höchsten Verkehrsdichte.

Palmas Ringautobahn Vía de Cintura gehört spanienweit zu den Straßen mit der höchsten Verkehrsdichte. / Bosch

Die nun beschlossene Initiative sieht vor, dass erst einmal ein umfassendes Gutachten erstellt wird. Es soll technische, städtebauliche, ökologische und wirtschaftliche Aspekte sowie die Umsetzungsetappen beleuchten. Zudem sollen die Stadt Palma, die Regionalregierung, die spanische Zentralregierung und die Europäische Union in die Projektentwicklung eingebunden werden.

Mit Enthaltung der PP wurde außerdem entschieden, dass sich eine erste Projektphase zunächst auf die bessere Anbindung der Stadtteile Nou Llevant, La Soledat, Son Malferit, Son Gotleu und Rafal Vell konzentrieren soll. Im weiteren Verlauf wird der Antrag Ende Januar auch im Stadtrat von Palma diskutiert. /bro

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