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Mallorcas Eisenbahner beklagen Sicherheitsmängel – und wollen nun in den Streik treten

Der Betriebsrat der Bahngesellschaft SFM hat Arbeitsniederlegungen angekündigt und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Firma und die Politik

Ein Zug am Bahnhof in Palma.

Ein Zug am Bahnhof in Palma. / DM

Die Mitarbeiter der öffentlichen Bahngesellschaft Mallorcas SFM werden in den Teilstreik treten. Das hat der Betriebsrat nach einer Sitzung am Montag (26.1.) bekanntgegeben. Welches Ausmaß die Arbeitsniederlegung haben wird und an welchen Tagen sie stattfindet, soll nach einer Sitzung am Mittwoch verkündet werden.

Hintergrund der Maßnahme sind Zweifel an der Sicherheit des Bahnverkehrs, die nach dem schweren Zugunglück in Andalusien an Bedeutung gewonnen haben. „Diese Entscheidung ist das Ergebnis einer untragbaren Situation. Der Mangel an Investitionen, Personal und echten Maßnahmen im Bereich Sicherheit gefährdet sowohl diejenigen von uns, die täglich bei der Bahn arbeiten, als auch die Nutzerinnen und Nutzer des Dienstes“, erklärte der Betriebsrat von SFM in einer Pressemitteilung. „Angesichts der Untätigkeit des Unternehmens sieht sich die Belegschaft gezwungen, sich zu mobilisieren, um einen sicheren und würdigen öffentlichen Verkehr zu garantieren."

Unternehmen soll Mitarbeiter diskreditiert haben

Der Betriebsrat erhob in der Pressemitteilung schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen. Anstatt sich an einen Tisch zu setzen, um über die angeprangerten Probleme zu sprechen, habe die Firma die Belegschaft diskreditiert. "Wir wurden als Demagogen bezeichnet“, so der Betriebsrat. „Wir weisen diese Herabsetzungen entschieden zurück; sie dienen nur dazu, von den realen Problemen abzulenken, und zeigen einen absoluten Mangel an Dialogbereitschaft." Die Kritik richtete sich auch an den balearischen Verkehrsminister José Luis Mateo.

Man sei sich der Unannehmlichkeiten bewusst, die Teilstreiks bei den Fahrgästen verursachen können, erklärten die Arbeitnehmervertreter und baten die Reisenden daher um Entschuldigung. „Wir müssen streiken, da dieses Thema zwei Jahre lang ignoriert wurde. Und nun haben wir leider gesehen, dass die Folgen fatal sind, wenn Prävention keine Priorität hat“. /pss

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