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Weniger Fluglärm und geringere Umweltbelastung: Mallorcas Flughafen bekommt neue An- und Abflugschneise

Die spanische Flugsicherheitsbehörde Enaire setzt damit eine EU-Norm um. Bis es soweit ist, dauert es aber noch zwei Jahre

Die Flieger können dann Wohnsiedlungen umfliegen.

Die Flieger können dann Wohnsiedlungen umfliegen. / Vicens

Miguel Vicens

Miguel Vicens

Die spanische Flugsicherheitsbehörde Enaire arbeitet an einer neuen An- und Abflugschneise für den Flughafen Mallorca. Dadurch soll eine EU-Norm umgesetzt werden. Anwohner können sich über weniger Fluglärm freuen. Zudem senkt sich ein wenig der Treibstoffverbrauch der Flieger.

Das sogenannte Projekt "Brut" wurde bereits am 22. Januar im spanischen Amtsblatt Boe veröffentlicht und ist bis zum 5. März öffentlich ausgeschrieben, damit Einwände und Ideen vorgebracht werden können. In zwei Phasen soll es bis zum Jahr 2028 umgesetzt werden.

Die leistungsbasierte Flugnavigation wird per Satellit gesteuert

Konkret tauscht Enaire das Hilfssystem bei Start und Landung für die Piloten aus. Bislang geschieht das vom Boden aus per Funk. Die leistungsbasierte Flugnavigation - englisch PNB abgekürzt - läuft per Satellit und erlaubt eine genauere Einhaltung der Flugrouten.

Palmas Stadtviertel Sant Jordi, Son Ferrer und Son Gual, aber auch Algaida, Bendinat und Portals sind mit dem derzeitigen System stark vom Fluglärm betroffen. Durch die neuen Routen können diese Zonen umflogen werden.

Statt einem stufenweisen Abstieg erlaubt das PNB einen kontinuierlichen Sinkflug. Ein Aufheulen der Motoren durch abrupte Bremsmanöver wird dadurch verhindert. Beim Anflug ist zudem keine lange gerade Strecke mehr notwendig, das geht dann auch mit einer Kurve kurz vor der Landung. Dadurch muss der Flieger eben nicht mehr über einzelne Häuser hinweg düsen.

Passagiere profitieren von weniger Verspätungen am Flughafen Mallorca

Laut Enaire kann durch das neue System der Luftraum effizienter genutzt werden, was sich in weniger Verspätungen äußert. Nach Unwettern läuft der Flugverkehr dann schneller wieder an.

Derzeit muss die Flugsicherung noch Umweltstudien beantragen, damit das Projekt "Brut" alle rechtlichen Vorschriften einhält.

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