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Sóller startet Umweltzone - und zahlreiche Mietwagen ignorieren das neue Einfahrtsverbot

Zahlreiche Fahrer fuhren am Samstag verbotenerweise in die neue Umweltzone in Sóller ein - vor allem Mietautos. Warum der Bürgermeister des Bergstädtchens trotzdem zufrieden ist

Mäßiger Verkehr am Samstag (28.2.) auf der neuen Zufahrtsstraße in Sóller, der Carrer Cetre

Mäßiger Verkehr am Samstag (28.2.) auf der neuen Zufahrtsstraße in Sóller, der Carrer Cetre / Joan Mora

Seit Freitag (27.2.) um 23 Uhr hat die Gemeinde Sóller ihre neue Umweltzone (Zona de Bajas Emisiones, kurz: ZBE) sowie eine umfassende Verkehrsreform ihrer Straßen aktiviert. Dadurch soll künftig Verkehrschaos im Ort vermieden werden. Am Samstag (28.2.) klappte das aber noch nicht besonders gut: Zahlreiche Mietwagen missachteten die neuen Regeln.

Einfach reingefahren

Eine Beamtin der Ortspolizei überprüft am Samstag (28.2.) Fahrzeuge im Zentrum von Sóller

Eine Beamtin der Ortspolizei überprüft am Samstag (28.2.) Fahrzeuge im Zentrum von Sóller / Joan Mora

Vor allem an Knotenpunkten wie der Avenida de Asturias waren am Samstag zahlreiche Urlauber in ihren Mietautos unterwegs - und missachteten dabei klar die neuen Beschilderungen. Immerhin: Um die 200 Euro Bußgeld, die eigentlich für das unerlaubte befahren der Umweltzone gelten, kommen die Verkehrssünder in den ersten Tagen herum. Laut Gemeinde habe man eine Übergangsfrist beschlossen und verzichtet darauf, Fahrer zur Kasse zu bitten, die die Fehler aus Unwissenheit begehen.

Zur Erinnerung: Das neue System legt eine klare Zugangshierarchie fest: In Sóller gemeldete Fahrer genießen völlige Bewegungsfreiheit, während Bürger aus Deià, Fornalutx und Escorca einen eingeschränkten Zugang haben. Für alle übrigen Fahrer ist die Einfahrt ins Zentrum verboten, außer in den in einer Verordnung vorgesehenen Fällen, die verschiedene gerechtfertigte Ausnahmen zur Vermeidung von Sanktionen umfassen. Wie man sich registriert, lesen Sie hier.

Geringerer Fahrzeugandrang

Die Bußgelder, die schon bald verhängt werden, sind kumulativ; sprich: Wenn ein nicht zugelassenes Fahrzeug an einem Tag mehrfach an den Kontrollpunkten vorbeifährt, wird jedes Mal eine Strafe verhängt.

Zur Überwachung der Einhaltung der Vorschriften wurden acht hochmoderne Kameras mit Kennzeichenerkennung und Systemen zur Erfassung von Verstößen installiert. In den ersten Stunden überwog jedoch ein ruhiges Bild. Tatsächlich wurde ein deutlich geringerer Fahrzeugandrang verzeichnet als an einem gewöhnlichen Samstag – Markttag in Sóller –, trotz der verständlichen Unsicherheiten, die die geänderten Fahrtrichtungen bei den Nutzern ausgelöst haben.

Parkplätze nicht weit vom Zentrum entfernt

Parkplätze gibt es nordwestlich der Innenstadt

Parkplätze gibt es nordwestlich der Innenstadt / Ajuntament Sóller / Lola Humanes

Um Ordnung bemüht waren auch die Beamten der Ortspolizei, die eine intensive Informationskampagne direkt vor Ort starteten. Sóllers Bürgermeister Miquel Nadal äußerte sich zufrieden über den Start des Projekts, das die Luftqualität verbessern, den Verkehrsfluss optimieren und das Stadtzentrum den Bewohnern vorbehalten soll.

Für Besucher, die nicht ins Zentrum einfahren dürfen, hat die Gemeinde Park-and-Ride-Parkplätze an der Hauptstraße (Carrer de Desviament) mit einer derzeitigen Kapazität von 400 Fahrzeugen eingerichtet, die bei voller Auslastung 600 Stellplätze erreichen wird. Diese Parkplätze, weniger als zehn Gehminuten vom Zentrum entfernt, stellen die beste Alternative dar, um Sanktionen zu vermeiden. /somo

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