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Nahostkrieg lässt die Kraftstoffpreise auf Mallorca in die Höhe schießen

Die Benzinpreise auf Mallorca sind nach dem Angriff auf den Iran um fast 15 Prozent gestiegen, während der Dieselpreis sogar um 25 Prozent zulegte

Tanken wird wieder teurer auf Mallorca.

Tanken wird wieder teurer auf Mallorca. / B. Ramon

Miguel Vicens

Miguel Vicens

Die Kraftstoffpreise auf Mallorca sind infolge der kriegerischen Eskalation im Nahen Osten deutlich gestiegen. Am siebten Tag nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran vom 28. Februar lag der Preis für Benzin am Samstag (7.3.) um 14,3 Prozent höher als noch zu Wochenbeginn, beim Diesel betrug der Anstieg sogar 25 Prozent.

An den teuersten Tankstellen der Insel kostet ein Liter Benzin inzwischen 1,829 Euro. Das sind fast 23 Cent mehr als am vergangenen Montag, als die höchsten Preise kaum über 1,6 Euro pro Liter lagen. Für einen 55-Liter-Tank bedeutet das einen Preisanstieg von 88 auf 100 Euro. Zugleich gibt es auf Mallorca weiterhin günstigere Angebote: An einzelnen Tankstellen wird Benzin noch für 1,529 Euro pro Liter verkauft, andere liegen bei 1,788 Euro.

Diesel 40 Cent teurer

Noch kräftiger fiel der Preissprung beim Diesel aus. Hier wurden bereits Höchstpreise von 1,999 Euro pro Liter registriert. Das sind 39,9 Cent mehr als am vergangenen Mittwoch, als der Preis nach einer leichten Erhöhung bei rund 1,7 Euro pro Liter lag. Ein 55-Liter-Tank, der zu Wochenbeginn noch 88 Euro kostete, schlägt damit nun mit 109 Euro zu Buche. Die günstigsten Dieselpreise liegen dem Bericht zufolge bei 1,669 Euro pro Liter, mittlere Angebote bei 1,809 Euro. Wer sparen will, muss gezielt nach günstigen oder bislang nicht angepassten Tankstellen suchen.

Auch landesweit zeigt die Entwicklung nach oben. Seit dem Ausbruch des Kriegs befinden sich die Kraftstoffpreise in Spanien in einem Aufwärtstrend. Obwohl Spanien kein Öl direkt aus Iran importiert, wirkt sich die Krise über die internationalen Märkte aus. Der Preis liegt inzwischen bei mehr als 90 Dollar pro Barrel und schlägt sich nach und nach auch an den Zapfsäulen nieder.

Nach den jüngsten verfügbaren Daten liegt der durchschnittliche Benzinpreis in Spanien bei 1,603 Euro pro Liter. Vor Beginn der Militäroperation hatte der Preis für bleifreies Benzin noch bei rund 1,475 Euro gelegen. Beim Diesel liegt der landesweite Durchschnitt inzwischen bei 1,653 Euro pro Liter und damit nochmals deutlich höher als am Vortag.

Kritik vom Transportverband

Kritik kommt vom Transportverband PIMEM-ASTAM. Die Vereinigung spricht von einem "Missbrauch“ durch die großen Mineralölunternehmen im aktuellen internationalen Spannungsumfeld. Nach Angaben des Verbands haben Transportunternehmen auf Mallorca beim Preis für gewerblichen Diesel Aufschläge von bis zu 15 Cent pro Liter festgestellt. Diese seien "ungerechtfertigt“ und beruhten auf "spekulativen Bewegungen unter dem Vorwand des Konflikts mit Iran“.

ASTAM-Präsident Jeroni Valcaneras betonte, der derzeit gelieferte Kraftstoff sei noch vor Beginn der Feindseligkeiten eingekauft worden. Eine sofortige Weitergabe höherer Kosten entbehre daher jeder wirtschaftlichen Grundlage. Der Verband fordert von der Regierung deshalb dringend einen Notfallplan nach dem Vorbild der Maßnahmen aus dem Jahr 2022, mit denen die Folgen des Kriegs in der Ukraine abgefedert werden sollten.

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