Palmas Polizei weitet Kontrolle von Elektrorollern spürbar aus: Welche neuen Regeln Fahrer jetzt beachten müssen
Die Verkehrsbehörde hat neue Vorschriften für die Scooter beschlossen

Die Kontrollen der Elektrofahrzeuge sollen deutlich zunehmen. / Policia Local Palma
Wer in Palma mit dem elektrischen Tretroller unterwegs ist, sollte besonders aufpassen. Die Policía Local hat die Flitzer jetzt noch genauer im Auge. Allein im vergangenen Jahr verhängte die Ortspolizei insgesamt 5.335 Bußgelder gegen die Fahrer. Das sind rund fünfzehn Bußgelder pro Tag und 64 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Die meisten davon – mehr als ein Drittel – wurden wegen Nichttragens eines Helms verhängt. Die Beamten beschlagnahmten im vergangenen Jahr außerdem 715 E-Roller, weil sie gegen geltende Vorschriften verstoßen haben. Die gestiegenen Zahlen sind hauptsächlich auf verstärkte Polizeikontrollen zurückzuführen.
Diese Kontrollen sollen laut Polizei mit Blick Richtung Sommer noch weiter ausgeweitet werden, um die im Januar eingeführten Regelungen der Verkehrsbehörde (DGT) durchzusetzen. Die schreiben unter anderem vor, ein Kennzeichen für das Fahrzeug mitzuführen und auch eine Versicherung zu besitzen. Die Geldstrafe für das Fahren ohne Versicherung beträgt bis zu 800 Euro.
Neue Vorschriften der Verkehrsbehörde
Gemäß den DGT-Regeln müssen Geschäfte, die die E-Roller verkaufen, bei Kauf eine Zulassungsbescheinigung beilegen. Mit dieser Bescheinigung muss der Nutzer das Fahrzeug in dem von der DGT auf ihrer Website eingerichteten Register eintragen. Mit der dort angegebenen Nummer muss man sich an einen Kennzeichenladen wenden, um einen Aufkleber zu erhalten, der an einer gut sichtbaren Stelle am Roller angebracht werden muss. Diese Maßnahmen ergänzen weitere Vorschriften, die die Stadtverwaltung von Palma bereits im Mai vergangenen Jahres beschlossen hatte, wie beispielsweise die Helmpflicht. Das Fahren ohne Helm wird mit einer Geldstrafe von 90 Euro geahndet.
Dafür gab es die meisten Bußgelder
Nach dem fehlenden Helm gab es die meisten Bußgelder für das Fahren zu zweit auf einem Roller, das Befahren von Gehwegen oder ausschließlich für Fußgänger bestimmten Bereichen, sowie das Nichttragen von reflektierender Kleidung. „Die meisten Bußgelder stehen im Zusammenhang mit dem Schutz des E-Scooter-Fahrers oder anderer Personen, also Verhaltensweisen, die ein ernsthaftes Risiko darstellen“, erklärt ein Beamter der Ortspolizei. Wobei sich Bürgermeister Jaime Martínez den Kampf gegen die Roller auf die Fahnen geschrieben hat.

Die beschlagnahmten E-Roller in einer Lagerhalle in Palma. / Policia Local
Was nicht behoben wird, wird verschrottet
Von den 715 im vergangenen Jahr beschlagnahmten Elektrorollern konnte ein Großteil der Nutzer nicht nachweisen, dass der Roller ihnen gehörte. Außerdem wurden solche Roller beschlagnahmt, die beispielsweise technische Auffälligkeiten, wie einen frisierten Motor aufwiesen oder nicht versichert waren. Doch ganz verloren sind sie noch nicht: Die Besitzer haben die Möglichkeit, innerhalb von zwei Monaten die Mängel zu beheben und sich ihren Roller so zurückzuholen. Solange das nicht geschieht, bleiben diese erstmal in einem städtischen Depot und werden nach Ablauf der Frist verschrottet.
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