Iran-Krieg treibt die Preise für Mallorca-Flüge in die Höhe: Was Reiseunternehmer Urlaubern jetzt raten
Auffällig sei in Zeiten wie diesen, dass die Billigangebote verschwinden, erklärt der Vorsitzende des Reisebüroverbands Aviba

Billigangebote am frühen Morgen gibt es derzeit weniger. / Foto: Andreas Arnold/dpa/dpa-tmn
Nicht nur die Autofahrer klagen wegen teurer Benzinpreise über die Folgen des Iran-Krieges, nun bekommen auch langsam die Flugreisenden die Auswirkungen zu spüren. Wie Pedro Fiol, Vorsitzender des Reisebüroverbandes Aviba, bestätigt, sind die Flugticketpreise zuletzt um 40 bis 50 Euro gestiegen. "Da reden wir hauptsächlich über die Langstrecken - USA, Südamerika oder Südafrika."
Die deutschen Mallorca-Urlauber und auch die nationalen Flugpassagiere sind vom Preisanstieg noch nicht so sehr betroffen. "Die Preisspannen auf der Kurzstrecke sind geringer. Die Fluglinien zögern hier mehr, wenn es darum geht, höhere Treibstoffkosten auf die Kunden abzuwälzen", sagt Fiol.
Weniger Billigangebote derzeit
Auffällig sei jedoch in Zeiten wie diesen, dass die Billigangebote verschwinden. "Flüge am frühen Morgen für wenige Euro gibt es nicht mehr so oft", sagt Fiol. Der Vorteil für die Urlauber sei, dass sich die Fluggesellschaften im Konkurrenzkampf bei den Preisen gegenseitig zu unterbieten versuchen.
Der Reiseunternehmer rät Urlaubern, die ein Komplettpaket für eine Fernreise buchen, die Ticketpreise direkt zu bezahlen. Meist ist es üblich, bis etwa drei Wochen vor der Reise mit der Bezahlung zu warten. "Wenn die Flüge aber schon bezahlt sind, können die Preise nicht kurzfristig angehoben werden", sagt Fiol. Gleiches gelte für Mallorca-Urlauber, die mit einem Komplettpaket auf die Insel kommen.
Japan verliert an Nachfrage
Der Iran-Krieg habe laut Fiol auch Auswirkungen auf die Reiseziele der Mallorquiner. Japan und China zählten zuletzt zu den Klassikern, die Nachfrage wird dieses Jahr wohl aber sinken. Grund dafür sind die Drehkreuze in Abu Dhabi und Dubai, die Reisenden derzeit Kopfzerbrechen bereiten. In dem Zusammenhang sieht Fiol auch Probleme bei der Einweihung der neuen Direktverbindung von Palma nach Abu Dhabi, die Etihad Airways für den 12. Juni plant. "Im Gegenzug gewinnen Urlaubsgebiete in Südamerika an Stärke."
Für den Osterurlaub würden die Mallorquiner analog zu den Deutschen hauptsächlich in die Türkei und nach Ägypten fliegen. Grund dafür sind neben der sommerlichen Temperaturen die günstigen Preise.
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