Autofahrer aufgepasst: Diese Geste der "Solidarität" kann Sie auf Mallorca bis zu 30.000 Euro kosten
Verkehrskontrollen per Handy weiterzugeben, ist in Spanien kein Kavaliersdelikt. Die Guardia Civil macht klar: Das Teilen von Kontrollstandorten gefährdet Polizeieinsätze und kann erhebliche Konsequenzen haben

Verkehrskontrolle in Spanien. / Foto: Efe
Eigentlich ist es ja nett gemeint: Wer in eine Verkehrskontrolle gerät, öffnet eine App und informiert andere Autofahrer über den Standort. Diese können der Kontrolle im Zweifel dann ausweichen. Allerdings: Auf Mallorca und in ganz Spanien ist dies illegal. Und kann zu ernsthaften Konsequenzen führen.
Wie die Guardia Civil am Dienstag (24.3.) in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird gegen einen 34-Jährigen ermittelt, der andere Fahrer mittels einer App vor einer dieser Kontrollen gewarnt hatte. Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar auf der Nachbarinsel Menorca. Die Beamten hatten eine Verkehrskontrolle in der Nähe von Ciutadella errichtet. Als sie die Papiere des Mannes kontrollierten, stellten sie fest, dass er auf dem Handy eine Messaging-App geöffnet und den Standort der Kontrolle geteilt hatte.
Strafen von bis zu 30.000 Euro
Das spanische Gesetz ahndet das Teilen von Fotos oder Informationen, die die Sicherheit der Beamten oder den Erfolg einer polizeilichen Operation gefährden könnten, als schweres Vergehen. Die Strafen können durchaus happig ausfallen. Je nach Schwere des Vorfalles können Bußgelder zwischen 601 und 30.000 Euro fällig werden.
Die Guardia Civil betont in ihrer Pressemitteilung, dass das Teilen von Standorten der Verkehrskontrollen kein Akt der Solidarität darstelle. Schließlich gehe es bei jenen Einsätzen darum, Verkehrsteilnehmer ausfindig zu machen, die etwa unter Einfluss von Drogen oder Alkohol unterwegs sind und eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Wer sie auf Kontrollen hinweise, leiste ihnen einen Hilfsdienst, der dazu führen kann, dass andere Personen in Gefahr geraten.
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