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Der neue Tui-Wasserbus auf Mallorca kommt: Alles zu Haltestellen, Linien, Fahrtzeiten und Preisen

Die Hafenbehörde der Balearen entwickelt das Projekt gemeinsam mit der Tui. Die Fahrzeuge sollen den Hafen von Palma und Portitxol mit der Innenstadt verbinden

Diese drei Linien sind für den Wasserbus vorgesehen.

Diese drei Linien sind für den Wasserbus vorgesehen. / APB

Die Hafenbehörde der Balearen (APB) treibt ihr Prestigeprojekt voran: Schon bald sollen Wasserbusse durch den Hafen von Palma fahren. Der Dienst soll den Hafen und den Passeig Marítim mit verschiedenen Teilen der Stadt verbinden, darunter die Playa de Palma und Portitxol. Wie APB-Präsident Javier Sanz mitteilte, hat der Verwaltungsrat in seiner jüngsten Sitzung die Vergabe des Dienstes an eine Bietergemeinschaft aus Tui España Turismo und MallocaAventura beschlossen.

Der ersten Firma wurde die Konzession für die kommenden 15 Jahre erteilt. Sanz stellte auf einer Pressekonferenz zudem die wichtigsten Eckpunkte des neuen Angebots vor, das frühestens nach dem Sommer den Betrieb aufnehmen soll. „Langfristig möchten wir versuchen, die Verbindung bis nach s’Arenal auszubauen. Es wird eine neue Art sein, sich in der Bucht von Palma fortzubewegen“, sagte der APB-Präsident.

Für das Projekt sind Investitionen von rund sieben Millionen Euro vorgesehen. Davon entfällt eine Million Euro auf Hafeninfrastruktur, eine halbe Million Euro auf Nachhaltigkeitsmaßnahmen und rund sechs Millionen Euro auf den Kauf der Schiffe, die die Passagiere befördern sollen. Darüber hinaus sollen 48 Arbeitsplätze entstehen – für Matrosen, Schiffsführer, Wartungs- und Nachhaltigkeitspersonal sowie im Marketingbereich. Die APB will für die neuen Beschäftigten außerdem Schulungen von 60 beziehungsweise 40 Stunden anbieten.

Neue Anleger und Katamarane

Zum Start soll der neue Wasserbus über sechs Stationen in der Bucht von Palma verfügen: unter anderem im Fährhafen, auf Höhe der Innenstadt, im Hafen von Portitxol und am Leuchtturm von Porto Pi. Laut Sanz ist geplant, die Zahl der Haltestellen später zu erweitern, um das Netz auszubauen.

Die neuen Stationen werden aus vorgefertigten Modulen bestehen, die sich in den Hafen einfügen sollen, ohne den Boden zu beeinträchtigen oder Fundamente zu benötigen. Vorgesehen ist eine mechanische Verankerung, die die bestehende Infrastruktur nicht verändert. Die Haltestelle soll eine Fläche von etwa 150 Quadratmetern haben und mehrere in Kabinenform gestaltete Bereiche mit einer maximalen Höhe von drei Metern und einer Fläche von sechs Quadratmetern umfassen. Dort werden Fahrkartenschalter, Toiletten und Mülleimer untergebracht.

Für den Betrieb der Wasserbusse will die APB zunächst vier Katamarane mit einer Kapazität von jeweils mehr als hundert Passagieren anschaffen. Zugleich bleibt die Möglichkeit offen, die Flotte später je nach Entwicklung des Projekts zu erweitern. Die von der Firma MetalTec Nav gebauten Katamarane werden 18 Meter lang sein und über einen elektrischen Antrieb verfügen, ergänzt durch einen kleinen emissionsarmen Biodiesel-Verbrennungsmotor.

Linien und Fahrpläne

Der Dienst soll aus drei Linien bestehen, die zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs sind:

Die erste Linie wird den Dic del Oest mit der sogenannten Escalera Real gegenüber der Llotja verbinden. Diese Strecke ist ausschließlich für Kreuzfahrtpassagiere gedacht und soll nur an Tagen verkehren, an denen Kreuzfahrtschiffe anlegen. Je nach Nachfrage sollen ein oder zwei Katamarane eingesetzt werden. Die Taktung beträgt 30 Minuten – zwischen dem Eintreffen des ersten Kreuzfahrtschiffs und der Abfahrt des letzten.

Die zweite Linie, die sich an Einwohner, Hafenmitarbeiter und Besucher richtet, wird zwischen dem westlichen Ende des Hafens, dem Auditorium und der Llotja verkehren. Zwei Katamarane sollen an 365 Tagen im Jahr im Einsatz sein, mit zwei Betriebszeiten: an Werktagen von sieben Uhr morgens bis 22 Uhr abends und an Wochenenden von sieben Uhr morgens bis Mitternacht.

Die dritte Linie soll den Hafen von Palma mit Portitxol verbinden. Nach Angaben der Hafenbehörde besteht die Möglichkeit, die Strecke künftig bis Cala Estància, Can Pastilla und s’Arenal zu verlängern. Die Fahrzeiten sollen bei 45 Minuten bis Portitxol und bei rund 80 Minuten bis zu den weiter entfernten Stränden liegen.

Preise und Einbindung in die einheitliche Verkehrskarte

Die Hafenbehörde äußerte sich auch zu den Fahrpreisen. Ein Einzelfahrschein soll sowohl für Einheimische als auch für Urlauber etwa sechs Euro kosten; ein Hin- und Rückticket zwölf Euro. Außerdem sollen Mehrfahrtenkarten angeboten werden, die den Preis pro Strecke deutlich senken. Nutzer können ein Paket mit 20 Fahrten für 20 Euro erwerben. Daneben soll es ein Hundert-Fahrten-Paket geben, bei dem jede Fahrt fünfzig Cent kostet. Zum Start des Angebots ist zudem eine Kampagne mit kostenlosen Fahrten geplant.

Die Fahrgäste sollen ihre Fahrten mit der Verbundkarte Targeta intermodal bezahlen können. Geplant ist außerdem, den Dienst mit den städtischen und überörtlichen Buslinien zu verknüpfen. Darüber hinaus soll eigens eine App sowie eine Website für das Angebot entwickelt werden.

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