Parken in Palma bald in noch mehr Vierteln kostenpflichtig?
Die Stadt Palma plant, die Zahl der bewirtschafteten Stellplätze deutlich zu erhöhen, von derzeit rund 12.000 auf über 25.900, obwohl ein konkreter Zeitplan für die Einführung noch aussteht

Ein Automat der ORA-Zone in Palma. / Rathaus Palma
Die seit Langem geforderte Ausweitung der kostenpflichtigen Parkzonen (Zona Ora) auf weitere Viertel von Palma rückt näher. Die Kontrollkommission für den Parkdienst hat am Mittwoch (25.3.) einstimmig den Vorschlag gebilligt, die blaue Zone auf eine dritte Ringzone auszuweiten. Betroffen wären die Viertel Foners, Pere Garau, Plaça de Toros, Bons Aires, Camp Redó, Es Fortí-Serralta und der nördliche Teil von Santa Catalina.
Nach einer technischen Prüfung sollen zudem auch Son Oliva und Son Fortesa Sud einbezogen werden. Diese Viertel waren im ursprünglichen Plan für nachhaltige urbane Mobilität zunächst nicht vorgesehen, ihre Aufnahme war später jedoch vom Stadtrat beschlossen worden.
Die Zona-Ora-Parkplätze geben Anwohnern die Möglichkeit, gegen eine niedrige jährliche Gebühr das Auto abzustellen. Auswärtige müssen hingegen ein Parkticket ziehen.
Wie werden die neuen Zonen entschieden?
Nach Angaben des Rathauses basiert die Erweiterung auf einer technischen Analyse, bei der unter anderem die Auslastung der Parkplätze, das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln und die Verkehrsströme berücksichtigt wurden.
Die Kommission, der Mobilitätsstadtrat Toni Deudero, die Geschäftsführerin der städtischen Gesellschaft SMAP, Lydia Pérez, sowie Fachpersonal der Stadt Palma angehören, überwacht den Betrieb des Systems. Mit der nun erfolgten Zustimmung wurde die Voraussetzung geschaffen, um die Arbeiten vorzubereiten und die nötigen Genehmigungen für die Ausweitung auf weitere Stadtviertel einzuleiten.
Die Zahl der bewirtschafteten Stellplätze soll dadurch von derzeit rund 12.000 auf mehr als 25.900 steigen. Auch die Zahl der Parkscheinautomaten nimmt deutlich zu: Statt bisher 404 sollen künftig 570 Geräte zur Verfügung stehen.
Der Beschluss ermöglicht zudem die vorbereitenden Maßnahmen für die Einführung des Systems, etwa die Ausschilderung und Markierung der neuen Stellplätze sowie die notwendigen Tiefbauarbeiten.
Noch kein Termin für die Einführung
Einen konkreten Zeitplan nennt die Stadtverwaltung allerdings weiterhin nicht. Zwar ist für dieses Jahr bereits der Kauf der neuen Geräte und der Software vorgesehen. Bevor die Ausweitung in Kraft treten kann, muss der Beschluss aber noch per Dekret umgesetzt werden. Das Mobilitätsdezernat nennt dafür bislang kein Datum.
Eigentlich hätte das Vorhaben bereits Ende 2024 anlaufen sollen. Tatsächlich kam es jedoch zu mehreren Verzögerungen.
Die Installation der neuen Technik soll schrittweise erfolgen. Für die Erweiterung der ORA sind Investitionen von rund 1,36 Millionen Euro vorgesehen. Das Geld ist im Haushalt der städtischen Gesellschaft SMAP für das Jahr 2026 eingeplant. Finanziert werden damit vor allem die Anschaffung und Installation der neuen Automaten, aber auch Kontrollsysteme, Verwaltungssoftware und weitere Mittel, die für einen reibungslosen Betrieb nötig sind.
Abonnieren, um zu lesen
- Nach Gerichtsbeschluss auf Mallorca: Warum der Fall Fernandes gegen Ulmen in einer Hinsicht auf jeden Fall nach Deutschland gehört
- Kein König Pilsener mehr: Bierkönig an der Playa de Palma wechselt das Bier
- Jan Ullrich nur einer von vielen: Das Radrennen Mallorca 312 rollt den roten Teppich für die Stars aus
- „Ist das wirklich noch mein Bierkönig?“: Was im Partytempel am Ballermann jetzt alles anders ist
- Wetter: Mallorca steuert schon wieder auf die 30-Grad-Marke zu
- Die Ballermann-Saison ist gerettet: Die Playa de Palma bekommt ihr Mäuerchen zurück
- MZ-Exklusiv: Gericht auf Mallorca gibt Anzeige von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen an Deutschland ab
- Britt und Ralph Hagedorn machen ihre Villa auf Mallorca zur exklusivsten Galerie der Insel