Schonfrist für unerlaubtes Einfahren in Umweltzone in Sóller vorbei: Ab diesem Tag wird abkassiert
Bislang wurden noch keine Bußgelder verhängt. Kameras zeichnen Verstöße auf

Eine Beamtin der Ortspolizei überprüft am Samstag (28.2.) Fahrzeuge im Zentrum von Sóller / Joan Mora
Lange wurden sie angekündigt, nun steht fest, ab wann für das unerlaubte Einfahren in die neue Umweltzone in Sóller Bußgelder verhängt werden. Von da an dürfen nur noch Fahrzeuge mit der entsprechenden Plakette in den Ortskern fahren. Zehn an den Zufahrten zur Umweltzone installierte Kameras zeichnen die Verstöße auf.
Stichtag ist Montag, 13. April. Ab dann sollen alle Fahrzeughalter belangt werden, die nicht in der Gemeinde oder in den umliegenden Orten (etwa Deià, Fornalutx und Escorca) gemeldet sind und damit keine Genehmigung haben, um in die Umweltzone einfahren zu dürfen. Einfahren dürfen dann nur noch etwa 16.000 Fahrzeuge, die eine entsprechende Plakette beantragt haben. Die Zahl könnte, so Schätzungen, noch bis auf 18.000 ansteigen.
200 Euro Strafe - für jeden Verstoß
Bei Verstößen gegen die neue Regelung werden 200 Euro Strafe fällig - und zwar für jedes Mal, wenn die Kontrollkameras das Kennzeichen bei der Einfahrt erfassen. Wer also auf der Suche nach einem Parkplatz im Dorf mehrfach in die Zone hineinfährt, kriegt für jede Einfahrt in die Umweltzone ein Knöllchen.

Parkplätze gibt es nordwestlich der Innenstadt / Ajuntament Sóller / Lola Humanes
Auch für Urlauber wird es dann teuer: Auch sie dürfen mit ihren Mietwagen nicht mehr ins Dorf fahren und dort parken, sondern müssen auf den eigens eingerichteten Parkplätzen außerhalb des Ortskerns einen Platz finden. Bis zu 600 Parkmöglichkeiten stehen hier zur Verfügung. Wie kürzlich bekannt wurde, wird das Knöllchen in diesem Fall an das Mietwagenunternehmen ausgestellt, das die Strafe von der hinterlegten Kreditkarte der Urlauber abbucht.
Einzigartig in Spanien
Die Ende Februar in Sóller in Kraft getretene Umweltzone ist in ihrer Form einzigartig in Spanien, da sie mit dem Zweck eingeführt wurde, das in den vergangenen Jahren übliche Verkehrschaos in den Straßen des Dorfes zu verhindern. Vor allem während der Hochsaison ist die Verkehrslage auf der Zufahrtsstraße Ma-11 und der Umgehungsstraße des Gemeindegebiets angespannt. Zeitweise muss der Tunnel wegen des hohen Verkehrsaufkommens sogar gesperrt werden.
Das neue System legt eine klare Zugangshierarchie fest: In Sóller gemeldete Fahrer genießen völlige Bewegungsfreiheit, während Bürger aus Deià, Fornalutx und Escorca einen eingeschränkten Zugang haben. Zuletzt waren über 2.000 Anträge von Bewohnern aus den umliegenden Orten von Sóller in der Mobilitätsabteilung des Rathauses eingegangen. Einige müssen noch bearbeitet werden. Für alle übrigen Fahrer ist die Einfahrt ins Zentrum verboten, außer in den in einer Verordnung vorgesehenen Fällen, die verschiedene gerechtfertigte Ausnahmen zur Vermeidung von Sanktionen umfassen. Wie man sich registriert, lesen Sie hier. /sw
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