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Einheimische im Nahverkehr auf Mallorca bevorzugen? Politik sucht nach Lösungen für die vollen Überlandbusse

Die Landesregierung will gemeinsam mit den Inselräten Wege erarbeiten, um den Zugang der Bewohner zu den öffentlichen Bussen während der touristischen Hochsaison zu gewährleisten

So sieht es häufig an den Haltestellen der TIB-Busse aus.

So sieht es häufig an den Haltestellen der TIB-Busse aus. / J. Mora

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Wie kann sichergestellt werden, dass die Einheimischen auf Mallorca angesichts von beinahe chronischer Überlastung einen Platz in den Überlandbussen des TIB bekommen? Die Politik sucht nun dahingehend nach Lösungen. Die balearische Ministerpräsidentin Marga Prohens hat am Donnerstag (7.5.) angekündigt, dass die Landesregierung neue Maßnahmen prüft, um Bewohnern der Inseln auf jenen Linien und Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs Vorrang einzuräumen, die in der Hochsaison besonders stark ausgelastet sind. Wie sie erklärte, werde diese Initiative gemeinsam mit den vier Inselräten sowie mit dem Ministerium für Wohnraum und Mobilität erarbeitet.

Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks auf das Netz des öffentlichen Nahverkehrs besonders auf Mallorca. Dort führt der starke Nutzeranstieg in der Tourismussaison regelmäßig zu überfüllten Bussen, langen Wartezeiten und Schwierigkeiten, überhaupt einen Platz im Bus zu bekommen. Im April ereigneten sich in Valldemossa zwei Vorfälle, bei denen Einheimische und Urlauber aneinandergerieten.

"Zugang der Bewohner garantieren"

Vor diesem Hintergrund will die Landesregierung nun Wege prüfen, die es ermöglichen, „den Zugang der Bewohner zu garantieren“ – insbesondere auf jenen Linien, auf denen die größten Schwierigkeiten auftreten. Prohens betonte, dass sich jede Maßnahme am geltenden Rechtsrahmen und an den europäischen Vorschriften orientieren müsse. „Was wir mit den Präsidenten der vier Inselräte und mit dem Minister für Wohnen und Mobilität vereinbart haben, ist die Prüfung von Maßnahmen, die im Rahmen unserer Zuständigkeiten und im europäischen Kontext, in dem wir uns bewegen, rechtlich tragfähig sind“, sagte sie.

Die Regierungschefin ordnete diese mögliche Bevorzugung von Einwohnern in die politische Strategie ihrer Regierung ein, die Bürger der Inseln „in den Mittelpunkt“ des staatlichen Handelns zu stellen. „Wenn diejenigen, die hier leben, Schwierigkeiten haben, auf bestimmte Dienstleistungen zuzugreifen, dann müssen wir prüfen, auf welche Weise wir ihnen Vorrang einräumen und gewährleisten können, dass sie weiterhin im Zentrum unseres politischen Handelns stehen“, erklärte sie.

Konkrete Maßnahmen noch nicht bekannt

Welche konkreten Mechanismen die Landesregierung dabei ins Auge fasst, erläuterte Prohens noch nicht. Die Debatte über eine Bevorzugung von Einwohnern bei stark belasteten Dienstleistungen hat auf den Balearen in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend an Bedeutung gewonnen – vor allem in Bereichen, die mit Mobilität und dem Zugang zu öffentlichen Ressourcen in den Monaten höchster touristischer Nachfrage zusammenhängen.

Die Geschäftsführerin des Transportkonsortiums, Lluïsa Serra, hatte einer Bevorzugung von Einheimischen beim Einsteigen in die Busse im Interview mit der MZ vor kurzem eine klare Absage erteilt.

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