"Wollen keinen Wohnmobil-Tourismus": In diesem Strandviertel plant Palma mehr Kontrollen und Bußgelder
Palmas Stadtverwaltung will die Ortspolizei verstärken, um gegen die unerlaubte Nutzung von Wohnmobilen im öffentlichen Raum vorzugehen. Dabei leben viele Menschen wegen der Wohnungsnot in den Campern

Die Wohnmobilansammlung in Ciutat Jardí. / Guillem Bosch
Das Rathaus von Palma hat angekündigt, an Orten, an denen sich Wohnmobile konzentrieren – etwa im Strandviertel Ciutat Jardí –, verstärkt Kontrollen durchzuführen, Bußgelder zu verhängen und „Ordnung zu schaffen“.
In Palma und auf den Balearen gebe es „keinen Platz dafür, dass Wohnmobilbesitzer sich dort niederlassen, Urlaub machen oder campen“, antwortete die Sprecherin der Stadtverwaltung, Mercedes Celeste, am Mittwoch (13.5.) auf Fragen von Journalisten zu den Beschwerden von Anwohnern des Stadtviertels. Diese hatten unter anderem gefordert, Dienstleistungen für die Menschen bereitzustellen, die in den Fahrzeugen leben oder sich dort aufhalten.
"Kein Wohnmobil-Tourismus"
Celeste erklärte, auf den Balearen wolle man „keinen Wohnmobil-Tourismus“. Genau deshalb seien die neuen Benimmregeln ausgearbeitet worden, damit entsprechende Maßnahmen ergriffen werden könnten.
Sie kritisierte zugleich, dass sich einige Stadträte gegen diese Regelung gestellt hätten. Die Stadtverwaltung müsse sich dieser Situation jedoch „stellen“, betonte Celeste. Würde man den Betroffenen Dienstleistungen zur Verfügung stellen, käme das einem Eingeständnis gleich, dass es in Ciutat Jardí einen Campingplatz gebe. Dadurch könne weiterer Camping-Tourismus angezogen werden. Viele der Menschen sind dabei allerdings keine Urlauber, sondern leben druchgehend in den Campern, weil sie sich keine Mieten auf der Insel leisten können.
Man werde deshalb darauf hinarbeiten, diese Ansammlungen zu „beenden“. Dafür wolle die Stadt auch die Ortspolizei von Palma weiter verstärken. Celeste verwies auf die Einstellung von mehr als 50 Beamten in der vergangenen Woche sowie auf ein neues Auswahlverfahren.
Ausweitung der ORA-Zonen wird bekannt gemacht
Ein weiteres Thema war die geplante Ausweitung der gebührenpflichtigen Parkzonen, der sogenannten Zona-ORA, auf weitere Stadtviertel. Die Stadt hat bereits damit begonnen, Parkscheinautomaten aufzustellen. Anschließend sollen die Straßen entsprechend markiert werden. Noch steht nicht fest, wann genau die neuen Gebührenparkplätze offiziell zum Einsatz kommen werden.
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