Verkehrschaos rund um Sóller: Gemeinde sieht sich mit dem Problem alleingelassen
Die Verkehrsbehörde hat auf die Anfrage der Gemeinde, über die Verkehrsbelastung der Strecke von Palma nach Port de Sóller zu sprechen, bisher nicht geantwortet

Die Strecke nach Sóller ist vor allem im Frühjahr häufig überlastet. / Joan Mora
Bisher gibt es noch keine Lösung für das Verkehrschaos rund um Sóller im Norden von Mallorca. Von Gemeindeseite ist langsam die Ungeduld deutlich zu spüren: Die Verwaltung von Sóller hat ihre Besorgnis über die ausbleibende Antwort der spanischen Verkehrsbehörde DGT auf eine Anfang dieses Monats übermittelte Bitte nach einem Gespräch zum Ausdruck gebracht.
Im Mittelpunkt des beantragten Treffens sollte die tägliche Verkehrsüberlastung auf der Straße darstellen, die Palma mit Port de Sóller verbindet. Nach Ansicht des Rathauses ist es dringend erforderlich, sich mit dieser Problematik zu befassen, da es auf dieser Strecke – insbesondere an den Zufahrten zur Gemeinde – immer wieder zu erheblichen Staus kommt.
Folgen für den Alltag der Bewohner
Wie aus Kreisen der Gemeindeverwaltung verlautet, verursachen die Mobilitätsprobleme und die regelmäßig entstehenden langen Fahrzeugschlangen sowohl bei Einwohnern als auch bei Besuchern erhebliche Unannehmlichkeiten. Sie wirkten sich unmittelbar auf den Alltag der Gemeinde und auf die Lebensqualität der Bevölkerung aus.
Nach Angaben des Rathauses hat sich die Lage schrittweise verschärft und erfordert nun ein koordiniertes Vorgehen mehrerer Verwaltungen, um wirksame Lösungen zu finden, die den Verkehrsfluss und die Sicherheit auf der Straße verbessern.
Wachsende Unruhe im Rathaus
Die Gemeinde erinnert daran, dass die Regelung und Steuerung des Verkehrs auf dieser Verkehrsachse in die Zuständigkeit der DGT fallen. Gerade deshalb halte man ein Arbeitstreffen mit der staatlichen Behörde für unerlässlich.

Bekanntes Bild auf der Umgehungsstraße von Sóller: Ein Auto reiht sich an das andere, viele davon sind Mietwagen. / DM
Umso größer ist das Unverständnis darüber, dass auf das vor Wochen eingereichte Ersuchen bislang keinerlei Antwort eingegangen ist. Diese Untätigkeit habe die Sorge im Rathaus zusätzlich verstärkt, weil kurzfristige Maßnahmen bislang ausblieben.
Seit der Pandemie zum Problem geworden
Der Verkehr ist spätestens seit dem Ende der Corona-Pandemie in Sóller zu einem massiven Problem geworden. Insbesondere im Frühling und in den Sommermonaten nutzen viele Mallorca-Urlauber die Gelegenheit, um mit dem Mietwagen in das malerisch gelegene Traumuntana-Dorf zu fahren.
Dies führt dazu, dass es auf der Zufahrt regelmäßig zu langen Staus kommt. Für die Dorfbewohner kam erschwerend hinzu, dass sie kaum noch Parkplätze zur Verfügung hatten.
Immerhin gibt es inzwischen im Zentrum von Sóller eine Umweltzone. Hier dürfen nun nur noch in Sóller gemeldete Fahrzeuge oder solche einfahren, die keinerlei Emissionen verursachen.
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