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Bloß kein Kennzeichen D: Anträge auf Ummeldung ausländischer Fahrzeuge auf Mallorca schießen in die Höhe

Angekündigtes Autolimit erhöht offenbar den Druck auf ausländische Fahrzeughalter, ihr Auto umzumelden

Kennzeichen-Kontrolle in Palmas Verkehrsleitzentrale.

Kennzeichen-Kontrolle in Palmas Verkehrsleitzentrale. / Archivfoto: Feldmeier

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Fahrzeuge mit Kennzeichen D oder anderen ausländischen Kennzeichen werden auf Mallorca angesichts eines drohenden Zweitwagenverbots für Nicht-Residenten immer unattraktiver. Nach Angaben von Fernando Rubio, dem Dezernenten für Mobilität im Inselrat, ist die Zahl der Anträge auf Ummeldung von 2.749 im Jahr 2022 auf bislang 6.273 in diesem Jahr gestiegen. Das entspricht einem Plus von 128 Prozent. Im Vergleich zu 2016 liegt der Anstieg sogar bei 149 Prozent.

Für das gesamte Jahr 2026 erwartete der Inselrat bisher "weit über 7.000 Ummeldungen", wie es im März gegenüber der Mallorca Zeitung hieß. Angesichts der nun vorgelegten Zahlen dürften es aber noch einige mehr werden. Der Inselrat spricht von einer regelrechten "Lawine", die für die Behörde nur schwer zu bewältigen sei. Bis die Ummeldung vollzogen ist, kann die Wartezeit derzeit über ein Jahr betragen.

Erlaubt sind nur sechs Monate mit Kennzeichen D

Der Inselrat führt den großen Andrang unter anderem darauf zurück, dass die Guardia Civil und die Verkehrsbehörde DGT die Kontrollen verschärft haben. Das führe dazu, dass viele Autobesitzer mit ausländischem Kennzeichen aus Angst vor einem Bußgeld jetzt doch ein spanisches Kennzeichen wollen. Wer sein Auto aus dem Herkunftsland mitbringt, darf damit nach den Regeln der spanischen Verkehrsbehörde DGT nur sechs Monate lang mit ausländischem Kennzeichen fahren.

Das ist schon seit vielen Jahren so, nur halten sich viele ausländische Autofahrer nicht daran. Sie scheuten bisher sowohl den bürokratischen Aufwand der Ummeldung als auch deren Kosten. Die Zulassungssteuer kann bis zu 16 Prozent des Zeitwerts des Fahrzeugs betragen.

Zusätzlich verschärft wird der Druck auf die Fahrzeughalter nun aber auch noch mit dem geplanten Autolimit auf Mallorca. Es sieht neben weiteren Einschränkungen ein Zweitwagenverbot für Fahrzeughalter ohne Meldesitz auf der Insel vor. Insgesamt soll die Regelung Mallorca einen rechtlichen Rahmen verschaffen, um Einfahrt, Verkehr und Aufenthalt von Fahrzeugen auf der Insel zu ordnen.

Zweitwagenverbot könnte Anfang 2027 in Kraft treten

Der Inselrat hatte den Gesetzentwurf am 5. Juni verabschiedet und anschließend an das Parlament der Balearen weitergeleitet. Nach der Verabschiedung dort soll es möglichst sofort angewendet werden.Laut Rubio entwickelt der Inselrat bereits die nötige Kontrollstruktur. Dazu gehören die Verwaltung der Fahrzeugzufahrt, die Erhebung einer Gebühr und die Kontrolle der Obergrenze für Mietwagen. Nach jahrelanger Ankündigungen und Debatten könnten das Autolimit somit in den ersten Monaten 2027 in Kraft treten.

Die nun vorgelegten Daten stammen von der ITV, der spanischen technischen Fahrzeugprüfung. Mobilitäts-Dezernent Fernando Rubio nannte die Zahlen nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen von Ibiza, Mariano Juan. Auf Ibiza gilt bereits seit 2025 eine vergleichbare Regelung zur Verkehrsbegrenzung. Im ersten Jahr seien im Sommer rund 32.000 Fahrzeuge weniger auf der Insel unterwegs gewesen, so Mariano Juan. Das entspricht einem Rückgang von etwa 15 Prozent. Außerdem wurde die zulässige Zahl der Fahrzeuge um 2.500 im Vergleich zum Vorjahr gesenkt.

Gebrauchtwagen sind im Ausland billiger

Ein weiterer Grund für den Anstieg der Anträge auf Autoummeldung ist der Kauf von Gebrauchtwagen im Ausland. Sie kosten dort wesentlich weniger als auf Mallorca. „Die Autos müssen dann aber auch umgemeldet werden“, betont der Inselrats-Sprecher.

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