Nach Zwischenfällen: Mitarbeiter des Sóller-Zugs demonstrieren gegen Sicherheitsmängel
Der Betriebsrat sieht die Lage beim Ferrocarril de Sóller als kritisch an. Sowohl Mitarbeiter als auch Fahrgäste seien in Gefahr

Rund 100 Mitarbeiter nahmen an der Demo am Samstagvormittag (4.7.) teil / Joan Mora
Rund 100 Mitarbeiter des bei Urlaubern beliebten Sóller-Zugs haben am Samstagmorgen (4.7.) gegen mutmaßliche Sicherheitsmängel des historischen Zugs demonstriert.
Organisiert wurde die Protestveranstaltung vom Betriebsrat und der Gewerkschaft CCOO. Die Gewerkschaft kritisierte in einer Mitteilung, es fehlten Sicherheitsprotokolle und Maßnahmen, die einen sicheren Betrieb des Ferrocarril de Sóller gewährleisten. Die Situation habe nach Ansicht des Betriebsrats einen „kritischen” Punkt erreicht. Wiederholte Beschwerden an das Unternehmen seien unbeantwortet geblieben.
Beschwerden bei Behörden eingereicht
Konktret habe man mehrere Beschwerden bei der Arbeitsinspektion sowie bei den Generaldirektionen für Mobilität und Notfälle der Balearen-Regierung eingereicht. Darin warnten die Mitarbeiter und Gewerkschafter vor mutmaßlichen Mängeln bei der Bahnsicherheit und beim Arbeitsschutz. Nach Auffassung der Gewerkschaft gefährdeten diese sowohl die Beschäftigten als auch die Fahrgäste.
Mehrere schwere Zwischenfälle

Archiv-Foto des Sóller-Zugs / Ajuntament de Sóller
In den vergangenen Wochen habe es nach Angaben von CCOO mehrere schwere Zwischenfälle im Bahnverkehr gegeben. Die Gewerkschaft sieht darin einen Beleg dafür, dass das Unternehmen dringend Maßnahmen ergreifen müsse, um die Sicherheit beim Betrieb der Bahn zu verbessern.
CCOO fordert die Leitung des Ferrocarril de Sóller auf, die nötigen Investitionen zu tätigen und Sicherheitsprotokolle einzuführen. Damit solle der sichere Betrieb des Zuges gewährleistet werden. Zugleich müssten für die gesamte Belegschaft „sichere und würdige” Arbeitsbedingungen geschaffen werden.
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