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Nicht nur am Flughafen: Taxifahrer warnen vor mehr "Piraten-Taxis" in Ausgehvierteln und Urlaubsorten auf Mallorca

Uber-Fahrzeuge, Minibusse und Privatwagen sollen auf Mallorca ohne Erlaubnis Kunden suchen. Die Taxi-Verbände fordern mehr Einsatz der Ordnungshüter

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Auf Mallorca sind immer mehr "Piraten-Taxis" unterwegs. Das betonte jetzt die Vorsitzende des Taxi-Verbandes der Gemeinden außerhalb Palmas, María del Carmen Navarro. Demnach betreffe das Problem der Chauffeure ohne Taxi-Lizenzen nicht nur den Flughafen in Palma, sondern auch Ausgehviertel und Urlaubsorte auf der ganzen Insel. Navarro fordert deshalb mehr Einsatz der Ortspolizeien.

Um ihre Forderungen zu unterstreichen, wollen die Taxi-Verbände sich am Mittwoch (8.7.) mit Verantwortlichen des balearischen Verkehrsministeriums treffen. Dabei soll es um unerlaubte Konkurrenz und mögliche Gegenmaßnahmen gehen. Das Ministerium hatte Anfang Juni bereits zusätzliche Kontrollen angekündigt. Zudem dürfen Minibusse und Busse ohne vorherige Buchung nicht mehr am Flughafen und den Häfen der Inseln parken.

Taxi-Verband fordert mehr Kontrollen in Ausgehvierteln

Navarro sieht ein ähnliches Problem auch in Ausgehvierteln wie Magaluf oder in Santa Ponça. Dort gibt es viele Bars. Nach ihren Angaben suchen dort Fahrzeuge von Uber sowie Minibusse, die eigentlich nur mit vorheriger Buchung fahren dürfen, nach Kunden. Auch Privatwagen böten dort spontane Fahrten an.

Navarro kennt die Lage vor Ort auch als Präsidentin des Taxi-Verbands von Calvià. Solche Fälle gebe es aber auch in vielen anderen touristischen Gebieten wie im Norden der Insel und an der Playa de Palma. Hinzu kämen die immer wieder gemeldeten Probleme am Flughafen von Palma. Das Problem habe inzwischen ein Ausmaß erreicht, dem das vorhandene Inspektionspersonal nicht gewachsen sei.

Auch unter Taxifahrern gibt es Probleme

Navarro verweist zugleich auf die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden bei der Aufnahme von Fahrgästen. An diesem Modell beteiligen sich Palma, Calvià, Llucmajor, Marratxí, Puigpunyent, Esporles, Bunyola, Valldemossa und Deià. Es erlaubt Taxifahrern, außerhalb ihrer Gemeinde Fahrgäste aufzunehmen, wenn die dortigen Taxis keinen Dienst leisten können.

Nach Angaben Navarros funktioniert dieses System grundsätzlich gut. Vereinzelt gebe es aber auch Unregelmäßigkeiten durch Taxifahrer. So seien Fälle festgestellt worden, in denen Fahrer mit Vorbestellungen Hotels außerhalb ihres Gebiets ansteuerten. Das verstoße klar gegen die Vereinbarung.

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