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Rechtschreibfehler und minderwertiger Druck: Mit diesem schlecht gefälschten Parkausweis wollte eine Deutsche die Polizei auf Mallorca täuschen

Zunächst gab die Frau ihrem Vater die Schuld - erst danach räumte die 36-Jährige ein, die Karte selbst hergestellt zu haben

Mit diesem Wisch wollte die Deutsche wohl die Polizei auf Mallorca täuschen.

Mit diesem Wisch wollte die Deutsche wohl die Polizei auf Mallorca täuschen. / Ortspolizei Palma

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Sophie Mono

Sophie Mono

Beamte der Ortspolizei von Palma haben Ermittlungen gegen eine 36-jährige Deutsche eingeleitet. Die Frau soll eine selbst ausgedruckte und offensichtlich gefälschte Parkkarte für Menschen mit eingeschränkter Mobilität benutzt haben. Dabei kombinierte sie nach Erkenntnissen der Polizei Dokumente zweier deutscher Gemeinden. Sie ist nicht die erste, die auf Mallorca versucht, mit dieser Masche durchzukommen.

Wie aus einer Pressemitteilung der Polizei hervorgeht, waren die Beamten bereits am 22. April in einem Einkaufszentrum auf die Karte aufmerksam geworden. Dort stand das Auto der Deutschen auf einem Behindertenparkplatz geparkt. Auf dem Armaturenbrett lag eine Parkberechtigung, die nach Ansicht der Beamten deutliche Anzeichen einer Fälschung aufwies. Die Ränder waren unregelmäßig, zudem waren Spuren eines privaten Ausdrucks zu erkennen.

Nachdem die Fahrerin nicht auf einen Aufruf über die Lautsprecher des Einkaufszentrums reagiert hatte, entfernten sich die Polizisten zunächst unauffällig. Als die Frau zu ihrem Auto zurückkehrte, kontrollierten sie das Dokument genauer.

Nicht besonders sorgfältig

Dabei stellten die Beamten fest, dass Vorder- und Rückseite auf zwei voneinander getrennten Blättern ausgedruckt und gemeinsam in eine Plastikhülle gesteckt worden waren. Beide Seiten bezogen sich auf unterschiedliche deutsche Gemeinden.

Überhaupt schien sich die Frau nicht allzu große Mühe bei der Fälschung gemacht zu haben. Laut Polizeibericht enthielt die spanische Übersetzung Rechtschreibfehler. Außerdem fehlte der Name des Berechtigten. Der Stempel einer der Kommunen war lediglich aufgedruckt und nicht auf das Dokument gesetzt worden. Das bestätigte die Polizei nach einer Untersuchung mit einer Lupe. Beim Ablaufdatum war handschriftlich eine unbegrenzte Gültigkeit eingetragen.

Die Frau erklärte zunächst, sie habe nicht gewusst, dass sie die Karte nicht benutzen dürfe, und gab ihrem Vater die Schuld. Als die Beamten sie darauf hinwiesen, dass sich ihr Vater damit möglicherweise strafbar gemacht haben könnte, räumte sie laut Polizei ein, die Fälschung selbst ausgedruckt zu haben. Die Beamten beschlagnahmten das Dokument.

Austausch mit Behörden in Deutschland

Die Ermittlungen dauerten wegen der internationalen Nachforschungen bis in den Juli hinein. Die Ortspolizei kontaktierte beide deutschen Kommunen per E-Mail. Diese erklärten, keine Parkberechtigungen mit diesen Merkmalen oder unbegrenzter Gültigkeit auszustellen. Auch die angegebene Identität und die Dokumentennummer waren dort nicht registriert.

Um die Beweislage abzusichern, ließ die Polizei die Karte anschließend von einem Spezialisten der UVAC, der Einheit für Fahrzeuge und Unfälle, untersuchen. Das Gutachten bestätigte, dass das Dokument gefälscht war. Es sei zudem geeignet gewesen, Polizisten und andere Personen zu täuschen.

Mitte Juli wurde die Frau nun als Beschuldigte auf eine Polizeiwache vorgeladen, aber nicht festgenommen. In Anwesenheit ihres Anwalts machte sie von ihrem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. Die Polizei übergab den Fall wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung an die Justiz.

Nicht die Einzige

Es ist nicht das erste Mal, dass auf Mallorca Deutsche versuchen, die spanischen Behörden mit vermeintlich echten Dokumenten aus ihrer Heimat zu täuschen. Tatsächlich kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu ähnlichen Täuschungsmannövern, bei denen Deutsche mit falschen Behindertenausweisen unrechtmäßig auf der Insel parkten.

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