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Sonnenfinsternis auf Mallorca: Spanisches Militär soll Verkehrskontrollen in der Tramuntana unterstützen

Auch die Ortspolizei auf Mallorca wird durch ein System gegenseitiger Verstärkung aufgestockt, um die Kontrollen zu gewährleisten

Mit viel Verkehr in die Serra de Tramuntana wird am 12. August gerechnet.

Mit viel Verkehr in die Serra de Tramuntana wird am 12. August gerechnet. / Miguel Vicens

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Je näher die Sonnenfinsternis am 12. August rückt, desto umfangreicher werden die geplanten Einschränkungen auf Mallorca. Nun hat die Balearen-Regierung auch das Militär um Unterstützung gebeten. Soldaten sollen dabei helfen, die Zufahrten zu den gesperrten Gebieten zu kontrollieren – insbesondere in der Serra de Tramuntana. Ziel ist es, ein Verkehrschaos zu verhindern und die Waldbrandgefahr zu verringern.

Die Landesregierung steht bereits mit den Streitkräften in Kontakt. Der Militärkommandeur der Balearen, Ricardo Esteban, hat einer Beteiligung an dem Einsatz grundsätzlich zugestimmt. Noch steht die endgültige Bestätigung der Einsatzplanung durch die spanische Regierungsdelegation aus.

Am Tag der Sonnenfinsternis wird mit einem außergewöhnlich hohen Besucherandrang gerechnet. Besonders die Serra de Tramuntana dürfte Zehntausende Menschen anziehen, die dort einen möglichst guten Blick auf das seltene Naturschauspiel suchen.

Ma-10 sechs Stunden lang gesperrt

Der Schwerpunkt der Verkehrsbeschränkungen liegt desehalb auch im Gebirge. Die Panoramastraße Ma-10 soll zwischen Andratx und Pollença von 15 bis 21 Uhr für den allgemeinen Verkehr gesperrt werden. Falls es die Lage erfordert, kann die Sperrung auch früher beginnen.

Einsatzkräfte der Militäreinheit UME beim Waldbrand in der Region Castilla-La-Mancha.

Das spanische Militär ist zurzeit gefragt: hier Einsatzkräfte der Einheit UME beim Waldbrand in der Region Castilla-La-Mancha. / Mateo Lanzuela/Europa Press

Zufahrt erhalten nur Einwohner, Hausbesitzer, Beschäftigte, Gäste von Unterkünften, Restaurantkunden mit nachgewiesenem Parkplatz, öffentliche Verkehrsmittel, Taxen, Mietwagen mit Fahrer sowie Rettungs- und andere wichtige Dienste.

Aussichtspunkte eingeschränkt nutzbar

Zusätzlich sollen zahlreiche Aussichtspunkte, Buchten und Naturräume in Gemeinden wie Banyalbufar, Estellencs, Deià, Sóller, Fornalutx, Escorca, Valldemossa, Caimari, Pollença, Esporles und Andratx nur eingeschränkt zugänglich sein. Damit wollen die Behörden sowohl einen Zusammenbruch des Verkehrsnetzes als auch Brände verhindern.

In der Provinz Teruel in der Autonomen Gemeinschaft Aragón, wo die Sonnenfinsternis ebenfalls besonders gut zu sehen sein wird, steht bereits seit Anfang Juli fest, dass die militärische Notfalleinheit UME den Einsatz unterstützt.

Ortspolizei soll sich gegenseitig verstärken

Auch die Ortspolizei auf Mallorca soll zusätzliche Kräfte bereitstellen. Die für den Sonnenfinsternis-Einsatz zuständige Kommission informierte die Gemeinden am Mittwoch über ein Verstärkungssystem, bei dem Beamte zwischen den Kommunen ausgetauscht werden können.

In Orten wie Banyalbufar oder Estellencs ist normalerweise jeweils nur ein Ortspolizist im Dienst. Für die Durchsetzung der geplanten Sperren reicht das nach Einschätzung der Gemeinden nicht aus. Mehrere Orte in der Serra hatten deshalb bereits vor Wochen Unterstützung angefordert.

Banyalbufars Bürgermeister Joan Vives erklärte, die Gemeinde wolle am 12. August mindestens drei Beamte einsetzen. Dafür seien Vereinbarungen mit anderen Rathäusern geplant.

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