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Die Verhandlungen stocken: Die Zukunft des Wasserbusses auf Mallorca ist ungewiss

Die balearische Hafenbehörde und die Bietergemeinschaft mit der Tui ringen um die finale Vergabe des Bus Nàutic in Palma

So ähnlich könnten die Wasserbusse im Hafen von Palma aussehen.

So ähnlich könnten die Wasserbusse im Hafen von Palma aussehen. / APB

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Die balearische Hafenbehörde APB und die aus der Tui und MallorcaAventura bestehende Bietergemeinschaft verhandeln weiter über den geplanten Wasserbus Bus Nàutic in Palma. Die vorläufige Vergabe war bereits im März 2026 bekannt gegeben worden. Fünf Monate später hat sich das Verfahren jedoch durch Einwände während der öffentlichen Auslegung sowie durch operative und administrative Probleme deutlich verkompliziert.

Nach Informationen des "Diario de Mallorca" bestehen zwischen der Hafenbehörde und dem vorgesehenen Betreiber weiterhin grundlegende, bislang ungelöste Differenzen, die über die üblichen Formalitäten eines solchen Vergabeverfahrens hinausgehen.

Beide Seiten stehen deshalb in ständigem Austausch, um eine Lösung zu finden und das Scheitern eines der wichtigsten Mobilitätsprojekte der von Javier Sanz geleiteten Hafenbehörde zu verhindern. Am Mittwochnachmittag (5.8.) war das Thema erneut Gegenstand einer Besprechung.

Start war für Ende 2026 geplant

Die APB nennt bislang keine Einzelheiten zu den konkreten Hindernissen und verweist lediglich darauf, dass das Verfahren weiterläuft. „Derzeit stehen wir im Zusammenhang mit der Vergabe des Bus Nàutic in ständigem Austausch mit dem Unternehmen. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, und beide Seiten prüfen weiterhin sämtliche damit verbundenen operativen und administrativen Fragen“, teilte die Hafenbehörde mit.

Zu der Frage, was geschehen würde, falls Tui auf die Konzession verzichten sollte, wollte sich die APB nicht äußern. Fest steht jedoch, dass die Schwierigkeiten den ursprünglichen Zeitplan infrage stellen. Der Betrieb des Wasserbusses, der verschiedene Punkte in der Bucht von Palma verbinden soll, sollte eigentlich noch Ende 2026 aufgenommen werden.

Konzession für 15 Jahre

Der Verwaltungsrat der Hafenbehörde hatte im März beschlossen, die Konzession an die von Tui angeführte Bietergemeinschaft zu vergeben. Sie sollte den Nahverkehr auf dem Meer 15 Jahre lang betreiben. Vorgesehen ist eine Investition von rund sieben Millionen Euro, vor allem für den Kauf der Schiffe und den Bau der erforderlichen Infrastruktur.

Die Flotte sollte zunächst aus vier Katamaranen mit jeweils mehr als 100 Plätzen bestehen. Die 18 Meter langen Schiffe wären mit Elektroantrieb und einem kleinen emissionsarmen Biodieselmotor ausgestattet.

Sechs Haltestellen vorgesehen

Zum Start waren sechs Haltestellen vorgesehen, unter anderem am Fährterminal 6, am Dic de l'Oest, nahe der Seehandelsbörse Llotja oder auch im Hafen von Portitxol.

Die geplanten Linien des Bus Nàutic.

Die geplanten Linien des Bus Nàutic. / Hafenbehörde

Die Stationen sollten aus rückbaubaren Fertigmodulen ohne Fundament bestehen und über Fahrkartenschalter, Toiletten, Klimaanlagen und Abfallräume verfügen.

Drei Linien durch die Bucht

Das Konzept der Hafenbehörde sieht drei Routen vor. Eine Linie soll bei Kreuzfahrtschiff-Anläufen den Dic de l'Oest mit der der Innenstadt verbinden. Eine zweite, ganzjährig für Einwohner, Beschäftigte und Besucher gedachte Verbindung soll ebenfalls zwischen dem Dic de l'Oest und der Gegend um die Seehandelsbörse verkehren.

Die dritte Linie soll den Hafen mit Portitxol verbinden und später möglicherweise bis Cala Estància, Can Pastilla und S’Arenal verlängert werden. Eine Einzelfahrt soll etwa sechs Euro kosten. Zudem sind Zeitkarten für regelmäßige Nutzer und die Nutzung der Tarjeta Única vorgesehen.

Die Hafenbehörde hatte den Bus Nàutic als nachhaltige Alternative präsentiert, um Hafen und Stadt besser zu verbinden, die Besucherströme der Kreuzfahrtschiffe zu ordnen und den Straßenverkehr zu entlasten. Die endgültige Vergabe steht jedoch weiterhin aus. Die Zukunft des Projekts hängt nun von Verhandlungen ab, die beide Seiten offenbar in letzter Minute zu einem erfolgreichen Abschluss bringen wollen.

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