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Sonnenfinsternis-Chaos in der Tramuntana: Menschen laufen kilometerweit, Mietwagen ignorieren Sperren

Trotz Sperrungen versuchen zahlreiche Menschen, beliebte Aussichtspunkte in der Tramuntana zu erreichen und legen teils lange Strecken zu Fuß zurück.

So chaotisch ist die Verkehrssituation vor der Sonnenfinsternis in der Tramuntana

Redaktion MZ

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Die Vorbereitungen auf die Sonnenfinsternis haben am Mittwoch (12.8.) in Teilen der Serra de Tramuntana zu chaotischen Zuständen geführt. Sämtliche Straßenzufahrten in das Gebirge sind inzwischen gesperrt. In Esporles bildeten sich Wartezeiten von bis zu 50 Minuten, dort richtete die Guardia Civil einen Kontrollpunkt ein.

Trotz der Einschränkungen versuchten zahlreiche Menschen, zu beliebten Aussichtspunkten zu gelangen. In der Nähe von La Granja (Gemeinde Esporles) stellten Besucher ihre Autos ab und machten sich zu Fuß auf den Weg nach Banyalbufar oder zum Port des Canonge. Einige legten dabei Strecken von mehr als sieben Kilometern zurück, darunter auch Menschen mit Krücken oder Kinderwagen.

Mietwagen ignorieren Durchfahrtsverbot

Auch auf anderen Straßen in der Tramuntana kam es zu problematischen Situationen. Menschen liefen teilweise mitten auf der Fahrbahn, während rund um das Hotel Continental bei Valldemossa zahlreiche Autos verbotswidrig abgestellt wurden. In Béns d’Avall (Gemeinde Sóller) ignorierten nach Angaben des Berichts zudem Dutzende Fahrer von Mietwagen ein Durchfahrtsverbot und fuhren trotz entsprechender Beschilderung weiter.

Eine Gruppe Urlauber hat es sich am Straßenrand gemütlich gemacht.

Eine Gruppe Urlauber hat es sich am Straßenrand gemütlich gemacht. / P.M.

Andere Besucher hatten sich bereits frühzeitig Plätze entlang der Straßen gesichert. Rund 20 deutsche Urlauber hielten sich seit dem Morgen an der Straße Richtung Deià auf, spielten Karten und warteten auf die Sonnenfinsternis. Zwei Mallorquiner, Pol Capilla und Pau Martorell, passierten nach eigenen Angaben zwölf Minuten vor der Sperrung noch einen Kontrollpunkt und wollten das Ereignis von Llucalcari aus beobachten.

Parkplätze schon am Vormittag belegt

Zwischen Llucalcari und sa Foradada bot sich entlang der gesperrten Straßen ein ungewöhnliches Bild: Menschen machten Picknick auf den Terrassenfeldern, andere hatten Stühle, Schwimmreifen, Teleskope und improvisierte Ausrüstung mitgebracht. Auch die Cala Banyalbufar war bereits am frühen Morgen stark besucht. Die Parkplätze dort sowie an der Cala Estellencs waren schon am Vortag vollständig belegt. Banyalbufar und Estellencs wurden wegen des hohen Verkehrsaufkommens weitgehend für Autos abgeriegelt.

Gut besucht: die Cala Banyalbufar.

Gut besucht: die Cala Banyalbufar. / P.M.

An der Wohnsiedlung George Sand bei Valldemossa drängten sich ebenfalls zahlreiche Menschen. Später sorgten aufziehende Wolken für zusätzliche Unsicherheit darüber, ob die Sonnenfinsternis überhaupt gut zu sehen sein würde. Deutlich ruhiger blieb es dagegen in Puigpunyent und Bunyola.

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