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48.000 Autos am Tag: Mallorcas chaotischster Kreisverkehr wird jetzt komplett umgebaut

Die seit Monaten erwarteten Umbauarbeiten am Kreisverkehr an der Sóller-Landstraße in Palma werden mit zwölf Monaten Bauzeit angesetzt und sollen den Verkehr entlasten

Der Kreisverkehr an der Sóller-Autobahn soll umgebaut werden.

Der Kreisverkehr an der Sóller-Autobahn soll umgebaut werden. / Inselrat

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Die seit Monaten erwarteten Umbauarbeiten am Kreisverkehr an der Sóller-Landstraße in Palma sollen nun Anfang September beginnen. Das hat der Inselrat angekündigt. Der Baustart für das 4,07 Millionen Euro teure Projekt war zuvor mehrfach verschoben worden.

Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits im Januar anlaufen, später war der Beginn für Mai vorgesehen. Auch dieser Termin konnte jedoch nicht eingehalten werden. Grund war nach Angaben des Inselrats ein noch fehlender Sicherheitsplan für Baustelle und Verkehr. Die entsprechende Ausschreibung war zunächst ohne Ergebnis geblieben. Inzwischen ist der Auftrag vergeben, sodass die Inselverwaltung mit einem Baustart in den ersten Septembertagen rechnet.

Die Arbeiten waren am 19. März an das Bauunternehmen Hermanos Parrot aus Ibiza vergeben worden. Die Bauzeit ist mit zwölf Monaten veranschlagt.

Der Kreisverkehr neben der ITV-Prüfstelle gilt als einer der besonders belasteten Verkehrspunkte der Inselhauptstadt. Hier treffen unter anderem die Verkehrsströme vom und zum Gewerbegebiet Son Castelló, zum Krankenhaus Son Espases, zur Ringautobahn und zur Sóller-Landstraße aufeinander. Nach Angaben des Consells ist die tägliche Spitzenbelastung innerhalb von 20 Jahren von rund 36.000 auf 48.000 Fahrzeuge gestiegen.

Kreisverkehr wächst von 55 auf 85 Meter

Im Zuge des Umbaus soll der Durchmesser des Kreisverkehrs von derzeit 55 auf 85 Meter vergrößert werden. Damit will der Inselrat die Kapazität erhöhen und die Staus in diesem Bereich reduzieren. Geplant sind außerdem eine direkte Ein- und Ausfahrt nach Son Sardina sowie eine bessere Verbindung zum Camí dels Reis in Richtung Son Espases.

Zusätzliche Direktspuren sollen es Fahrzeugen aus Son Castelló und Son Espases ermöglichen, bestimmte Strecken zurückzulegen, ohne in den Kreisverkehr einfahren zu müssen. Auch für die Anlagen des städtischen Versorgungsunternehmens Emaya in Son Pacs ist eine direkte Zufahrt vorgesehen. Dadurch soll der Camí dels Reis im Bereich des Kreisverkehrs entlastet werden.

Neuer Fuß- und Radweg

Zum Projekt gehört außerdem ein Parkplatz am Camí de Passatemps. Zugleich soll die Infrastruktur für einen künftigen Fuß- und Radweg zwischen Son Espases und der Sóller-Straße vorbereitet werden. Diesen will die Stadt Palma später bauen. Er soll an die bereits bestehende Verbindung zwischen dem Kreisverkehr von Establiments und Son Espases anschließen.

Während der rund zwölfmonatigen Bauzeit soll der Verkehr möglichst ohne Unterbrechungen aufrechterhalten werden. Der Inselrat verlangt vom beauftragten Unternehmen, die Zufahrten unter möglichst sicheren Bedingungen offen zu halten. Dennoch ist während der verschiedenen Bauphasen mit Einschränkungen und Umleitungen zu rechnen.

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