Zu lange mit ausländischem Nummernschild auf Mallorca unterwegs: Polizei kassiert Auto an der Playa de Palma ein
Der Betreiber einer benachbarten Werkstatt wollte das Abschleppen verhindern. Das misslang jedoch

Eine Streife der Ortspolizei fand das Auto. / Ortspolizei
Das hätte auch vielen deutschen Autobesitzern mit Kennzeichen D auf Mallorca passieren können: Palmas Ortspolizei hat einen Wagen konfisziert, der zu lange mit ausländischem Nummernschild auf der Insel unterwegs war. Das geht aus einer am Donnerstag (20.8.) verschickten Pressemitteilung hervor. Wie ein Sprecher der MZ bestätigte, handelte es sich um ein französisches Kennzeichen.
Zu dem Vorfall kam es bereits am Dienstag (18.8.). Eine Streife der Ortspolizei fand an der Playa de Palma ein Fahrzeug vor, das schon längere Zeit an Ort und Stelle geparkt war.
Die Beamten prüften das Kennzeichen im sogenannten EUCARIS-System (European Car and Driving Licence Information System). Das ergab, dass die Polizei dem Fahrzeughalter bereits im Januar ein Knöllchen mitgegeben hatte. "Daher war wahrscheinlich, dass das Auto länger als die erlaubte Zeit mit ausländischem Nummernschild auf Mallorca unterwegs war", heißt es in der Pressemitteilung. Nach spätestens sechs Monaten muss das Kennzeichen gewechselt werden, wenngleich es dafür einen monatelangen Stau bei der Behörde gibt.
Streit um das Auto
Die Polizisten fragten in einer Werkstatt um die Ecke nach. Dort sagte man, das Auto nicht zu kennen. Wenige Minuten später erschien der Betreiber des Geschäfts und hatte den Wagen dann doch auf seiner Liste. Angeblich sollte es in Kürze in der Werkstatt repariert werden.
Der Werkstattverantwortliche konnte weder einen gültigen Nachweis über die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung noch offizielle Dokumente zur Identifizierung des Fahrzeughalters vorlegen. Die Polizisten wollten das Fahrzeug daher konfiszieren und riefen einen Abschleppwagen.
Um das zu verhindern, stieg der Werkstattchef ins Auto und wollte den Wagen in seinen Laden fahren. Das verhinderten die Beamten. Ein Bekannter des Mannes erschien, zückte sein Telefon und begann, die Polizisten zu filmen. Er witterte einen Gesetzesverstoß. Die Polizei klärte die beiden aufgebrachten Männer darüber auf, dass ein missbräuchlicher oder nicht autorisierter Gebrauch der aufgenommenen Bilder rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könne. Letztlich wurde das Auto abgeschleppt.
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