An einer der beliebtesten Badebuchten auf Mallorca, der Caló d’es Moro bei Santanyí, stehen die Besucher diese Tage teilweise stundenlang an, um ins Wasser zu gehen. Aufgrund der Corona-Vorschriften sind an dem kleinen Strand maximal 80 Personen erlaubt. Die Gemeinde kontrolliert den Zugang mit privaten Sicherheitsleuten. 60.000 Euro lässt sich das Rathaus diese Dienstleistung kosten, die seit drei Wochen erbracht wird. Das berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca". Da die Sicherheitsfirma aber nur den Landzugang überwachen kann und weitere Gäste per Yacht oder Boot ankommen, ist der Strand trotzdem seit Wochen überfüllt.

Die Sicherheitsleute haben laut dem "Diario de Mallorca" strenge Anweisungen: "Wenn drei Personen den Strand verlassen, lässt die Security drei andere rein", erklärt die Bürgermeisterin Maria Pons, die nicht recht weiß, wie sie mit der Berühmtheit der Bucht umgehen soll. "Je mehr man von Caló des Moro redet, desto mehr Leute kommen", sagt sie. Obwohl die Sicherheitsleute den Ankömmlingen den Weg versperrten und erklärten, dass die Wartezeiten bis zu vier Stunden betrügen, blieben viele Besucher trotzdem in der Schlange stehen, wundert sich die Bürgermeisterin. "Die Leute sind verrückt geworden", meint sie und findet, dass die sozialen Netzwerke dabei eine große Rolle spielen. Mit jedem Foto von den langen Schlangen würden die Schlangen nur noch länger. Kein Einheimischer, so Pons, würde so lange warten. Schließlich gebe es in Santanyí auch genügend andere schöne Strände. /tg