Wassermangel: In diesem Küstenort müssen Anwohner ihren Verbrauch einschränken

Der Sommer steht vor der Tür, und schon ist die Wasserknappheit in einigen Orten auf Mallorca ein Problem. Dabei ist nicht nur das Klima schuld an der Misere

Der Strand in Colònia de Sant Pere auf Mallorca

Der Strand in Colònia de Sant Pere auf Mallorca / Clara Margais

Sophie Mono

Sophie Mono

Der Sommer hat noch nicht einmal richtig begonnen, da hat die Gemeindeverwaltung von Artà für den Küstenort Colònia de Sant Pere im Nordosten von Mallorca bereits strenge Wassersparmaßnahmen verhängt. Als Grund nennt Bürgermeister Manolo Galán die anhaltende Trockenheit, die sich in der Siedlung besonders bemerkbar macht.

Ab sofort ist es in Colònia de Sant Pere und der benachbarten Siedlung S'Estanyol bis auf Weiteres verboten, die Gärten mit Trinkwasser zu gießen, Pools zu befüllen oder Außenterrassen und Autos mit Leitungswasser zu säubern. Durchschnittlich liege der Verbrauch bisher bei 117 Litern pro Kopf - viel zu hoch, findet die Gemeindeverwaltung. Die Ortspolizei solle verstärkt darauf achten, dass die Wassersparmaßnahmen eingehalten werden.

Nicht nur das Klima ist schuld

Dass gerade die Gemeinde Artà immer wieder mit Wassermangel zu kämpfen hat, liegt aber nicht nur am Klima. Auch große Teile der Kanalisation im Gemeindegebiet sind noch immer in prekärem Zustand, viel Wasser geht durch Lecks in den alten Leitungen verloren. Immer wieder hatte die Gemeinde deshalb auch Rügen von der balearischen Landesregierung erfahren. Trotz der Ermahnungen und einiger Instandhaltungsarbeiten in und um Artà ist die Gemeinde aktuell mal wieder die erste auf Mallorca, die zum Sommer hin Wassersparmaßnahmen verhängen muss.

In den kommenden Monaten dürften erfahrungsgemäß weitere Gemeinden hinzukommen. In den vergangenen Sommern mussten beispielsweise auch Anwohner von Deià regelmäßig ihre Wassernutzung einschränken. /somo

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