"Dauerte länger als ursprünglich erwartet": Ryanair entschuldigt sich für Horrorflug nach Mallorca

Ein deutscher Passagier bezeichnete die lange Verspätung als "Körperverletzung und Nötigung"

Archivfoto: Ryanair-Flieger am Flughafen.

Archivfoto: Ryanair-Flieger am Flughafen. / Ryanair

Ralf Petzold

Ralf Petzold

Das heftige Unwetter auf Mallorca am Dienstag hat für ein Flugchaos gesorgt, das zahlreiche Airlines an ihre Grenzen und darüber hinaus brachte. Ein deutscher Passagier beklagte sich darüber, dass er zehn Stunden lang im Ryanair-Flieger bei der Reise auf die Insel eingesperrt war. Nun bezieht die irische Airline auf MZ-Anfrage Stellung.

"Dieser Flug von Münster Osnabrück nach Palma de Mallorca (11. Juni) wurde aufgrund der Stürme und Überschwemmungen am Flughafen Palma, die außerhalb der Kontrolle von Ryanair lagen und alle Fluggesellschaften betrafen, die an diesem Tag nach/von Palma flogen, nach Barcelona umgeleitet. Um die Verspätung für die Passagiere so gering wie möglich zu halten, blieben sie an Bord, während die Besatzung auf eine Verbesserung der Bedingungen wartete, was länger dauerte als ursprünglich erwartet. Die Passagiere wurden über die Verspätung informiert und anschließend über die Crew an Bord, per E-Mail und PUSH-Benachrichtigung auf dem Laufenden gehalten. Die Crew öffnete die Bars an Bord des Flugzeugs, damit die Passagiere Erfrischungen zu sich nehmen konnten, die auf ryanair.com abgerechnet werden können", heißt es seitens der Presseabteilung von Ryanair.

"Nötigung und Körperverletzung"

Und weiter: "Der Flug nach Palma de Mallorca wurde später am selben Tag fortgesetzt, als sich die Wetterbedingungen verbesserten. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei unseren Fluggästen für die Unannehmlichkeiten, die durch diese wetterbedingte Verspätung entstanden sind, auf die wir keinen Einfluss hatten und die alle Fluggesellschaften betraf, die an diesem Tag von/nach Palma flogen."

Der deutsche Passagier bezeichnete die Behandlung durch die Crew als "Nötigung und Körperverletzung". Kinder und deren Mütter hätten weinend auf dem Gang gestanden. Es war kein Einzelfall. Auch ein Eurowings-Flug sorgte für Chaos.