Parkschein-Kontrolleurin in Palma mit Schrotkugeln in den Rücken geschossen
Die Frau kam mit blauen Flecken davon. Die Gewerkschaft fordert das Rathaus auf, endlich zu handeln

Eine ORA-Mitarbeiterin auf einer Straße in Palma.
Eine unbekannte Person hat eine Parkschein-Kontrolleurin in Palma mit Schrotkugeln in den Rücken geschossen. Laut Informationen der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" kam es am 28. Juni zu der Attacke im Carrer de Francesc Manuel de los Herreros. Das ist die Straße, die den Markt von Pere Garrau mit der Plaza de las Columnas verbindet. Die 40-Jährige war auf Streife, als sie plötzliche einen Knall hörte. Wenig später breitete sich ein starker Schmerz in ihrem Rücken aus.
Vom Angreifer fehlte jede Spur. Es ist auch unklar, um welche Feuerwaffe es sich handelte. Die Jacke der ORA-Angestellten federte einen Großteil der Wucht der Schüsse ab. Sie erlitt "nur" blaue Flecke auf dem Rücken. Die 40-Jährige zeigte den Angriff bei der Polizei an.
Angriffe wie dieser seien der Alltag
Die Gewerkschaft der Angestellten der öffentlichen Parkfirma ORA klagt über regelmäßige Angriffe und schlechte Arbeitsbedingungen. "Es ist mittlerweile Alltag, dass uns die Bürger schubsen, beschimpfen oder in die Weichteile treten", sagt der Gewerkschaftsvorsitzende Manuel Moreno. Die Attacken würden nicht nur in Brennpunktvierteln passieren. Der für ihn selbst schlimmste Angriff sei im Carrer Bonaire geschehen, der im Zentrum auf die Einkaufsstraße Jaime III. führt.
Die Gewerkschaft beklagt, dass die Belegschaft in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent reduziert wurde. Auch mit dem Kameraauto, das automatisch die Nummernschilder liest, gebe es Probleme. Der Arbeitsumfang dürfte in den kommenden Jahren rapide ansteigen. "Die Autofahrer bezahlen das mit falsch ausgestellten Knöllchen, gegen die sie Einspruch einlegen müssen", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Stadt Palma will die ORA-Zone, in der Parkscheine nötig sind, im großen Stil ausbauen.
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