Neueröffnung von Teilen des Medusa Beach Clubs: Rathaus Palma prüft alle Unterlagen noch einmal ganz genau

Stadt habe keine Anhaltspunkte für Sicherheitsbedenken, so eine Sprecherin

Polizeibeamte stehen vor dem Gebäude des Medusa Beach Club nach dem Einsturz.

Polizeibeamte stehen vor dem Gebäude des Medusa Beach Club nach dem Einsturz. / Clara Margais/dpa

Johannes Krayer

Johannes Krayer

Das Lokal Laguna Playa, das in einem Teil des Ende Mai eingestürzten Medusa Beach Clubs an der Playa de Palma eröffnet hat, ist laut der Stadtverwaltung von Palma legal. Die Sprecherin der Stadt, Mercedes Celeste, erklärte in einer Pressekonferenz am Mittwochmittag (10.7.), dass das Etablissement über die Lizenz für eine wirtschaftliche Aktivität verfügt.

Es handle sich bei dieser Genehmigung um eine andere als die, die der Medusa Beach Club benötigte. Allerdings prüfe man derzeit vonseiten der Stadtverwaltung noch einmal alle Papiere und Unterlagen. Eine Pressesprecherin der Stadtverwaltung erklärte, dass der sogenannte Gebäude-TÜV (auf Spanisch: Inspección Técnica de Edificios, ITE) für das Haus auf jeden Fall vorliege. Dieser ist für ältere Bauten auf Mallorca vorgeschrieben.

Stadtverwaltung bleibe wachsam

Celeste bestätigte bei der Pressekonferenz auch, dass der österreichische Betreiber des Medusa Beach Clubs, Christian A., sein neues Lokal direkt neben dem eingestürzten Gebäude im Carrer Cartago 35 eröffnet habe. Sicherheitsbedenken wischte Celeste weg und sagte, es gebe "keinerlei Anhaltspunkte dafür", dass das Gebäude für Angestellte und Gäste nicht sicher sei. Allerdings bleibe die Stadtverwaltung wachsam, da es sich um alte Gebäude handelt.

Direkt neben dem neuen Laguna Playa stehen weiterhin die Reste des Medusa Beach Clubs im Carrer Cartago 34. Davor liegen noch Trauerkränze und Kerzen im Andenken an die vier Menschen, die bei dem Einsturz der Terrasse am 23. Mai ums Leben gekommen waren. Darunter waren auch zwei deutsche Urlauberinnen. Mindestens 14 Menschen wurden verletzt. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten sich 21 Personen auf der Terrasse aufgehalten.

Unmittelbar nach dem Einsturz hatte die Polizei in Zusammenarbeit mit Inspektoren des Rathauses Ermittlungen aufgenommen und festgestellt, dass der Anbau der eingestürzten Terrasse illegal war. Es habe keine Baulizenz vorgelegen. Der illegale Anbau sei nicht ausreichend gestützt gewesen, so die Polizei weiter. Gegen Christian A. wird wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt.